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Gathmann Michaelis und Freunde | Detail

Sichere Gartenarbeit im Frühling: Risiken erkennen, Unfälle vermeiden

| Garten

Unsere Tipps helfen Ihnen, typische Unfallrisiken zu erkennen und sicher in die Gartensaison zu starten.

Warum Sicherheit im Garten wichtig ist

Die ersten warmen Tage locken nach draußen, Hobbygärtner und -gärtnerinnen möchten ihren Garten aus dem Winterschlaf holen. Doch gerade im Garten lauern viele Unfallrisiken – oft durch Zeitdruck, ungeeignete Kleidung oder unterschätzte Gefahrenquellen. Nach Angaben der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA)  verunglücken in Deutschland pro Jahr rund 200.000 Menschen bei der Gartenarbeit. Umso wichtiger sind einfache Schutzmaßnahmen, die sich sofort umsetzen lassen.
In diesem Beitrag erfahren Sie, wie Sie im Frühling sicher gärtnern und typische Risiken im Garten frühzeitig entschärfen. 

Der richtige Zeitpunkt für erste Gartenarbeiten

Viele Tiere nutzen Gärten im Frühling noch als Rückzugsort. In Laub, alten Pflanzenresten und vertrockneten Stängeln überwintern Insekten und andere Tiere. Größere Aufräumarbeiten sollten deshalb noch warten, bis keine Spätfröste mehr zu erwarten sind. Der beste Zeitpunkt, um mit dem Frühjahrsputz im Garten zu beginnen, ist zwischen Mitte März und Anfang April. 

So gelingt sichere Gartenarbeit

Mit einfachen, aber konsequenten Maßnahmen lassen sich Unfälle im Garten vermeiden.

1. Wege und Flächen vorbereiten

Nach dem Winter sammeln sich auf Gartenwegen, Terrassen und Treppen häufig Laub, Zweige oder kleine Steine. Kehren Sie Wege frei, um Stolperfallen zu beseitigen, und achten Sie besonders auf Übergänge und Stufen.
Übrigens: Sicherheit beginnt nicht erst bei der Pflege des Gartens, sondern bereits bei dessen Planung und Gestaltung, um Gefahrenquellen von vornherein zu vermeiden. In der Rubrik „Den Garten sicher gestalten“  erfahren Sie, wie Sie Außenbereiche nicht nur schön, sondern auch sturz- und risikofrei planen.

2. Schutzkleidung tragen

Die Persönliche Schutzausrüstung (PSA) bewahrt Personen bei der Gartenarbeit vor mechanischen und chemischen Einflüssen sowie vor Verletzungen. Sie kommt zum Einsatz, sobald man zu spitzen, scharfen, elektrischen und leistungsfähigen Geräten greift oder sich in gefährliche Situationen begibt. Zur Schutzausrüstung im Garten gehören:

✔ Handschuhe gegen Schnitt- und Stichverletzungen
✔ Schutzbrille beim Arbeiten mit Heckenschneidemaschinen und Motorsägen 
✔ Gehörschutz bei lauten Maschinen
✔ Feste Schuhe mit rutschfestem Profil

Welche Schutzausrüstung für welche Gartenarbeit sinnvoll ist , zeigt diese Übersicht.
Weitere Informationen zur Arbeits- und Schutzkleidung im Garten finden Sie hier.

Foto: didesign / stock.adobe.com

3. Gartengeräte sicher nutzen

Gartenarbeit gelingt am besten mit der richtigen Ausstattung und mit dem vorsichtigen Gebrauch von Gartengeräten, um schwere Verletzungen zu vermeiden. Egal ob Rasenmäher, Akku-Schneider oder Heckenschere: Prüfen Sie vor dem Einsatz, ob Kabel unbeschädigt sind und Sicherheitsfunktionen funktionieren. Geräte, die beschädigt sind oder nicht mehr einwandfrei funktionieren, sollten nicht mehr zum Einsatz kommen.
Auf der Seite „Unfälle vermeiden: Sicherheit bei der Gartenarbeit“ finden Sie konkrete Hinweise zum sachgemäßen Einsatz von Gartengeräten.

4. Ergonomie beachten und Pausen einlegen

Ungewohnte Belastungen von Rücken, Schultern oder Knien sind klassische Ursachen für Beschwerden. Wechseln Sie Tätigkeiten und machen Sie regelmäßig kurze Pausen, gerade bei längerer Gartenarbeit.

5. Sicherheitszonen schaffen

Sorgen Sie dafür, dass sich Kinder und Haustiere nicht im Arbeitsbereich aufhalten, solange Gartengeräte im Einsatz sind. Auch nach der Arbeit gilt Vorsicht: Geräte sollten sofort ausgeschaltet, vom Strom getrennt und kindersicher verstaut werden.

Ein Senior in Latzhose läuft mit einem Laubbläser durch den Garten. Im Hintergrund bedient eine junge Frau einen Rasenmäher. Ein Senior in Latzhose läuft mit einem Laubbläser durch den Garten. Im Hintergrund bedient eine junge Frau einen Rasenmäher.
Foto: Budimir Jevtic / shutterstock.com

Von der Vorbereitung bis zum Aufräumen: Checkliste für sichere Gartenarbeit

Vor dem Start
✔ Wege und Arbeitsbereiche von Laub, Ästen und Steinen befreien
✔ Gerätecheck: Funktion, Kabel, Schutzvorrichtungen
✔ Schutzausrüstung bereitlegen

Während der Arbeit
✔ PSA tragen (Handschuhe, Schutzbrille, festes Schuhwerk)
✔ Pausen einlegen, um Überlastung zu vermeiden
✔ Kinder und Haustiere fernhalten

Nach der Arbeit
✔ Geräte reinigen und sicher verstauen
✔ Laufwege noch einmal sichern und mögliche Stolperfallen entfernen

Weitere Tipps für einen sicheren Garten

Ein sicherer Garten beginnt bereits bei der Planung und Gestaltung. Wie Sie Wege, Feuerstätten, Teiche und andere Gartenelemente so gestalten, dass sie möglichst wenig Risiko bergen, erfahren Sie in unserer Rubrik „Sicher im Garten – Den Garten sicher gestalten“.  Dort finden Sie auch Hinweise zur Barrierefreiheit  für ältere Menschen und Tipps für kindersichere Pflanzen.

Foto (Titelbild): bnenin / stock.adobe.com

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