Direkt zum Inhalt der Seite springen

Gathmann Michaelis und Freunde | Detail

Schnee und Eis: Sicher unterwegs mit dem Rollator Tipps der Aktion Das sichere Haus (DSH)

Schnee und Eis haben Deutschland fest im Griff. Viele Straßen und Gehwege gleichen einer Rutschbahn.

Für Menschen, die auf einen Rollator angewiesen sind, ist das ein großes Problem; sie können auf ihren alltäglichen Wegen, ob zum Einkaufen oder zum Arzt, stürzen und sich schwer verletzen. Dabei lässt sich mehr Sicherheit ohne großen Aufwand erzielen.
„Der Pinguin-Gang, ausgeprägte Profile an Rollator und Schuhsohlen sowie eine gute Sichtbarkeit senken die Sturzgefahr erheblich“, sagt Dr. Susanne Woelk, Geschäftsführerin der Aktion Das sichere Haus. Deutsches Kuratorium für Sicherheit in Heim und Freizeit (DSH).

Die DSH rät zum sicheren Wintereinsatz des Rollators:

  • Stellen Sie sicher, dass die Bremsen zuverlässig funktionieren und der Rollator optimal gewartet ist.
  • Reifenprofil: Kleine Reifen mit geringem Profil sind bei Eis und Glätte riskant. Für einige Rollator-Modelle gibt es Outdoorreifen, zum Beispiel aus Softgummi. Ein Reifenwechsel wie beim Auto ist möglich. Lassen Sie sich im Fachhandel beraten.
  • Beleuchtung: Die Auswahl an Reflexbändern, „Blinkis“ und Sicherheitslichtern mit LED-Technik zum Wiederaufladen ist riesig.

Sicheres Gehen am Rollator ist gerade bei rutschigen Wegen wichtig. Deshalb: 

  • Im Pinguin-Gang gehen: Dabei wird der Körperschwerpunkt leicht nach vorn über das auftretende Bein verlagert. Treten Sie dabei mit der ganzen Sohle auf, der Fuß zeigt leicht nach außen. Das belastete Bein steht im rechten Winkel zum Boden. Machen Sie kleine und langsame Schritte.
  • Rutschfeste Schuhe: Griffige (Gummi-)Sohle und tiefes Profil sind bei nasser Witterung unverzichtbar. Sohlen aus Leder sind ebenso ungeeignet wie Schuhe mit Absätzen.
  • Schuhspikes und Eiskrallen: Sie geben zusätzliche Sicherheit und sind auch für Gehstöcke und Gehilfen erhältlich.
  • Rucksack statt Tasche: Rucksäcke verteilen das Gewicht gleichmäßig auf beiden Seiten und baumeln nicht lästig an der Seite. Wer stolpert, hat beide Hände frei, um sich abzufangen.
  • Helle Kleidung: Im Dunkeln und bei Dämmerung ist helle Kleidung deutlich früher sichtbar als dunkle. Sehr wirksam sind Reflektoren am Rollator, an der Kleidung und am Rucksack.

 

Anti-Sturz-Broschüren können kostenlos hier bestellt werden.

 

Foto (Titelbild): Peter / stock.adobe.com

Das könnte Sie auch interessieren

  • Stürze im Alter

    Körperliche Fitness fördert Rehabilitation und Sturzprävention.

    Mehr lesen

  • Osteoporose vorbeugen

    Ein Senior steht in seiner Küche und trinkt ein Glas Milch.

    Die richtige Ernährung, Licht und viel Bewegung sorgen für starke Knochen.

    Mehr lesen

  • Rollator

    Eine Person hält sich an einem Rollator fest und stützt sich darauf ab, um vom Sofa aufzustehen.

    Wie können Rollatoren sicher genutzt werden?

    Mehr lesen

  • Digitale Sturzerkennung

    Eine Person betätigt ihre Smartphone am Handgelenk. Zu sehen sind nur die Arme.

    Allein, aber nicht hilflos: Digitale Sturzerkennung für zuhause und unterwegs.

    Mehr lesen

Zurück
Diese Seite weiterempfehlen:
Warenkorb (0)