Hitze im Homeoffice: So bleibt der Arbeitstag erträglich
Bei hochsommerlichen Temperaturen wird das Arbeiten im Homeoffice zur Herausforderung. Mit diesen Tipps bleibt der Arbeitsplatz kühl und der Kopf klar.
Hitzefrei gibt es im Homeoffice nicht – auch wenn man es sich an heißen Tagen herbeisehnt. Wenn die Temperaturen tagsüber nicht unter 28 Grad und nachts nicht unter 20 Grad fallen, ist es in Innenräumen oft noch wärmer. Viele Beschäftigte kämpfen am häuslichen Arbeitsplatz mit Konzentrationsproblemen, Müdigkeit, Kopfschmerzen oder Schwindel; das Arbeiten fällt schwer. Wer Hitzebeschwerden ignoriert, sich überanstrengt oder zu wenig trinkt, riskiert einen Hitzschlag.
Erste Hilfe bei Hitzeproblemen
Das hilft bei akuten Beschwerden:
- Betroffene in einen kühleren Raum bringen
- Kleidung ausziehen
- In die stabile Seitenlage bringen
- Luft zufächern
- Wasser oder ungesüßten Tee anbieten
- Haut mit lauwarmem Lappen befeuchten
- Kühlende Elemente auf Nacken, Leiste oder unter die Achseln legen
Wichtig: Getränke und Kühlelemente sollten nur mäßig kühl sein, um Kreislauf und Blutdruck zu schonen.
Hitzeschutz im Homeoffice: Das können Sie gegen Hitze im Homeoffice tun
Einfache Maßnahmen in Wohnung und Arbeitsbereich sowie cleveres Lüften halten direkte Sonneneinstrahlung und Hitze fern. Wer Arbeitsroutinen, Ess- und Trinkverhalten anpasst und regelmäßig für Abkühlung sorgt, beugt körperlichen Beschwerden und Flüssigkeitsverlust vor.
Das Homeoffice einrichten
Worauf es bei der Gestaltung und Organisation des häuslichen Arbeitsplatzes ankommt, erfahren Sie hier.
Den Arbeitsplatz hitzetauglich machen
- Schreibtisch nicht direkt ans Fenster stellen.
- Ergonomischen Stuhl mit atmungsaktivem Bezug (z. B. Netz oder Baumwolle) nutzen.
- Wärmequellen vermeiden: Ungenutzte Geräte wie Lampen, Drucker oder Monitore ausschalten.
- Büro zeitweise an kühlere Orte verlegen (z. B. Balkon, Terrasse, Garten, Keller).
- Zimmerpflanzen aufstellen – sie steigern das Wohlbefinden. Diese Pflanzen sind geeignet.
Sonne und Wärme fernhalten
- Fenster und Terrassentüren tagsüber mit Rollläden, Markisen, Vorhängen oder Schutzfolien abdunkeln.
- Lüften, wenn es kühl ist: nachts, spätabends oder frühmorgens. Für Durchzug gegenüberliegende Fenster ganz öffnen. Vorsicht beim Lüften mit Kindern!
- Ventilatoren oder Klimageräte nutzen, aber Mehrfachsteckdosen nicht überlasten!
Arbeits- und Tagesroutinen anpassen
- Aufgaben, die Konzentration erfordern, in die kühleren Morgenstunden legen.
- Mehrere kurze Pausen einplanen.
- Zwischendurch aufstehen, sich bewegen oder den Raum wechseln (z. B. beim Telefonieren), um den Kreislauf zu entlasten.
- In der Mittagspause schonen: keine großen Erledigungen und kein Sport.
- Einen kurzen Powernap einlegen.
Für Abkühlung und Entlastung sorgen
- Atmungsaktive Kleidung tragen und bei Bedarf wechseln.
- Arme und Beine mit Wasser besprühen oder kühles Wasser über die Handgelenke laufen lassen.
- Kühlende Fußbäder (unter dem Schreibtisch) nutzen.
- Mit kaltem Wasser gefüllte Wärmeflasche oder (nicht eiskalte) Kühlakkus am Körper tragen.
Trink- und Essgewohnheiten anpassen
- Mindestens 1,5 Liter Wasser oder ungesüßten Tee täglich trinken. Sichtbar platzierte Gläser, Apps oder Handywecker erinnern daran.
- Natriumreiches Wasser, Saftschorlen oder Brühen gleichen den Salz- und Mineralhaushalt aus.
- Kleine Mahlzeiten mit wasserreichem Obst und Gemüse sind besser als große Portionen schwerer und fettreicher Speisen.
Kühlen Kopf bewahren
Mit angepassten Arbeitsroutinen und Verhaltensweisen lässt sich die Sommerhitze im Homeoffice gut bewältigen. Wer auf sich achtet und einen kühlen Kopf bewahrt, hat nach Feierabend noch genug Energie, um den Sommer außerhalb des Büros zu genießen.
Foto (Titelbild): Andrey Popov / stock.adobe.con
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