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Gathmann Michaelis und Freunde | Detail

Barrierefrei und sicher: Clevere Lösungen für ein seniorengerechtes Bad

| Haushalt

Es muss nicht immer ein Umbau sein: Auch mit einfachen, kostengünstigen Maßnahmen lässt sich das Badezimmer barrierefrei gestalten.

Wer im hohen Alter selbstbestimmt leben will, braucht ein barrierefreies Bad. Denn hier beginnt und endet jeder Tag. Hindernisse können diese Routine erheblich erschweren. Viele Menschen zögern, sich mit diesem Thema zu beschäftigen. Sie fürchten einen zu großen baulichen Aufwand und hohe Kosten. 

Mehr Komfort mit wenig Aufwand

Die gute Nachricht: Barrieren lassen sich oft auch ohne teure Umbauten abbauen – idealerweise rechtzeitig, bevor altersbedingte Einschränkungen auftreten. Für die Sturzprävention im Badezimmer ist es nie zu früh. Schon kleine, gezielte Maßnahmen und praktische Hilfsmittel machen die Körperpflege einfacher und sicherer. 

Rutschgefahr im Bad minimieren

Nasse Fliesen, glatte Wannen und lose Badteppiche zählen zu den häufigsten Sturzursachen im Badezimmer. So wird das Bad rutschfest: 

  • Rutschhemmende Klebestreifen oder -punkte auf den Fliesen, in der Dusche und Wanne anbringen.
  • Auf Badteppiche verzichten oder nur flache, rutschfeste Matten auslegen.
  • Wasserpfützen und Seifenreste sofort aufwischen.

Sicherer Halt an wichtigen Stellen

Wenn Kraft und Balance nachlassen, sind schon einfache Bewegungen eine Herausforderung und erhöhen die Sturzgefahr im Bad. Stabile Griffe oder Boden-Decken-Stangen an kritischen Stellen – etwa an Dusche, Wanne, Toilette und Waschbecken – bieten sicheren Halt. Die Griffsysteme müssen hochwertig sein und fachgerecht montiert werden, damit sie auch starker Belastung standhalten. 

Weitere Alltagshilfen zur Sturzprävention

Gefahrenquellen erkennen und Sturzrisiko senken

Foto: sasirin pamai / shutterstock.com

Einfacher Ein- und Ausstieg

Wenn der Einstieg in die (Dusch-)Wanne im Alter beschwerlich wird, muss nicht gleich die komplette Dusche altersgerecht umgebaut werden. Oft reicht es aus, schwenk- oder klappbare Sitze aus Kunststoff oder Aluminium am Dusch- oder Wannenrand zu montieren. Sie ermöglichen einen sicheren Positionswechsel und ermöglichen durch das Sitzen eine entspannte Körperpflege.

Mühelos aufstehen und hinsetzen

Das Hinsetzen und Aufstehen fallen bei einem zu niedrigen WC oft schwer. Hier liegt ein hohes Sturzrisiko. Eine seniorengerechte WC-Höhe lässt sich auch nachträglich erreichen, indem die Toilettenbrille durch eine hochwertige Sitzerhöhung mit stabilen Haltengriffen an den Seiten ersetzt wird. So werden Komfort und Sicherheit beim Toilettengang verbessert.

Weitere Tipps, wie Sie Ihr Badezimmer umbauen und das Sturzrisiko senken können, gibt es hier.

Mehr Platz und Licht

Sperrige Möbel, unnötige Deko und Unordnung schränken den Bewegungsradius ein – nicht nur für Menschen mit Gehhilfe oder Rollstuhl. In einem aufgeräumten Bad mit ausreichend Platz ist das Risiko, sich zu stoßen oder zu stürzen, auch für jüngere Menschen geringer. Helle Decken- und Spiegelbeleuchtung erleichtert die Orientierung und gibt Sicherheit bei jeder Bewegung. 

Weniger Bücken, Strecken und Stehen

Wer alles in Reichweite hat, muss sich nicht unnötig bücken oder strecken. Auch langes Stehen ist bei eingeschränkter Mobilität zu vermeiden. Mit einer durchdachten Bad-Einrichtung und praktischen Hilfsmitteln wird die Körperpflege komfortabler und sicherer:

  • Utensilien gut erreichbar in Schränken und Regalen aufbewahren.
  • Greifhilfen nutzen, um Gegenstände außer Reichweite zu holen.
  • Großflächige Spiegel montieren, die im Sitzen und Stehen einsehbar sind.
  • Ausziehbare Kosmetikspiegel anbringen, um sich nicht vorbeugen zu müssen.
  • Stehhocker oder Sitz-Steh-Hilfen nutzen, um langes Stehen zu vermeiden.
Foto: Berni / shutterstock.com

Beratung und Finanzierung

Wohnberatungsstellen, Pflegestützpunkte und Sanitätshäuser helfen bei der Suche nach passenden Lösungen. Sie informieren auch über Zuschüsse der Kranken- oder Pflegekasse. Förderfähige Hilfsmittel sind im Online-Verzeichnis des GKV-Spitzenverbandes gelistet: www.rehadat-gkv.de.

Barrierefreiheit nützt allen

Schon kleine Veränderungen im Badezimmer erleichtern älteren Menschen die eigenständige Körperpflege. Und auch Jüngere schätzen den gestiegenen Komfort. Mit kompetenter Beratung finden alle eine leicht umsetzbare, kostengünstige Lösung für ein barrierefreies Bad.

- Cgr

 

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