Hautpflege

Warum ist die Haut von pflegenden Angehörigen besonderen Belastungen ausgesetzt?

Der natürliche Schutzmantel der Haut bewahrt sie vor schädlichen Umwelteinflüssen, zum Beispiel Bakterien. Durch den ständigen Kontakt mit Wasser, Desinfektionsmitteln, Seifen und Cremes kann dieser natürliche Schutzmantel bei pflegenden Angehörigen geschwächt sein. Allergieauslösende Stoffe und Bakterien haben freie Bahn. Zu den Folgen zählen Trockenheit, Erkrankungen und allergische Reaktionen der Haut. 

Woran sind Hautprobleme erkennbar und warum sollten sie schnell behandelt werden?

Trockene Stellen oder Rötungen sind erste Anzeichen für eine Überlastung der Haut. Rissige, nässende oder juckende Stellen sind Zeichen für eine bereits ausgeprägte Form der Schädigung. Werden diese Beschwerden ignoriert, vergrößern sich die angegriffenen Hautareale mit der Zeit. Was mit einer kleinen juckenden Stelle am Finger begann, kann nach Wochen oder Monaten die gesamte Handfläche betreffen.

Wie kann ich Hautproblemen vorbeugen?

Die Aktion DAS SICHERE HAUS e.V. (DSH) empfiehlt zur Vorbeugung von Hautproblemen folgende Maßnahmen:

  • Nicht mehr Wasser, als nötig: Waschen Sie Ihre Hände nur, wenn es nötig ist. Vermeiden Sie zudem zu häufiges Baden und Duschen. Heißes Wasser löst wichtige Hautfette.
  • Hautschonende Pflege- und Reinigungsprodukte nutzen: Verwenden Sie Seifen mit einem niedrigen PH-Wert und hautschonende Reinigungsmittel für den Haushalt.
  • Handschuhe als Schutz: Tragen Sie bei der Pflege puderfreie Einmalhandschuhe aus Vinyl, Nitril oder synthetischem Latex. Zum Saubermachen im Haushalt eignen sich Haushalts- und Gummihandschuhe. Ziehen Sie Handschuhe jedoch nur bei trockenen Händen an.
  • Pflege der Haut: Pflegen Sie Ihre Hände mit speziellen Pflegecremes ohne Duft- und Konservierungsstoffe.
  • Regelmäßige Pflege: Verwöhnen Sie Ihre Hände regelmäßig mit aufbauenden Handbädern, die zum Beispiel Milch, Olivenöl oder Honig enthalten.

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Was kann ich tun, wenn ich Hautprobleme nicht in den Griff bekomme?

Lassen Sie sich bei schwerwiegenden Problemen von einem Hautarzt beraten. Auch Allergien können durch Fachärzte festgestellt werden. Die Entstehung einer Allergie ist eine langwierige Angelegenheit. Hat das Immunsystem im Rahmen einer Allergie Antikörper gegen bestimmte Substanzen gebildet, führt jeder weitere Kontakt mit diesem Stoff zu Beschwerden. Vor allem Duftstoffe oder Konservierungsmittel können Allergien auslösen. Vielleicht ist es möglich, allergieauslösende Stoffe zu vermeiden. Ist dies nicht möglich, kann Abhilfe geschaffen werden, indem zum Beispiel eine andere Person die Pflegetätigkeit oder deren allergieauslösenden Part übernimmt. Manchmal reicht es schon aus, (andere) Schutzhandschuhe anzuziehen.  

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