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Gathmann Michaelis und Freunde | Detail

Gartenarbeit im Herbst und Winter: Der „Zwiebellook“ hält warm und gesund

| Garten

Die passende Kleidung für die Gartenarbeit in der kalten Jahreszeit

Im nächsten Sommer soll der Garten prachtvoll grünen und blühen, die Vorbereitungen dafür fallen in die kühlere Jahreszeit: Bäume und Sträucher werden zurückgeschnitten, neue Stauden gepflanzt und Blumenzwiebeln gesetzt. Doch Herbst und Winter warten häufig mit Nässe, Kälte oder Zugluft auf; gleichzeitig kommen Garten-Fans bei der Arbeit leicht ins Schwitzen.

Feuchte Witterung und schweißdurchnässte Kleidung sind eine gefährliche Kombination: Körper und Muskulatur kühlen aus, es drohen Erkältungen und Gelenkbeschwerden. Schutz davor bietet die richtige Arbeitskleidung.

So klei­den Sie sich im Win­ter rich­tig

Die Wahl der Ausstattung hängt von der Tätigkeit, vom Wetter sowie vom individuellen Wärme- und Kälteempfinden ab. Im flexiblen „Zwiebellook“ lassen sich verschiedene Kleidungsschichten problemlos kombinieren und je nach Bedarf an- und wieder ausziehen. Die Textilien sollten atmungsaktiv sein und dürfen die Bewegungsfreiheit nicht einschränken. Gleichzeitig liegen sie idealerweise eng genug am Körper an, um sich nicht in Ästen oder Gestrüpp zu verfangen. An kalten Tagen gehören auch dicke Socken, nicht zu warme Baumwollmützen sowie flexible Schlauchschals zur Arbeitskleidung im Garten.

  • Die äußere Schicht schützt den Körper vor Kälte, Niederschlag und Wind. Hierzu gehören zum Beispiel wasserdichte Regenjacken sowie gefütterte Winterjacken. Sie sollten Wind und Feuchtigkeit zuverlässig abweisen und zugleich atmungsaktiv sein.
  • Die mittlere Schicht isoliert und wärmt. Lange Oberteile und Hosen aus Baumwolle, Stretch- oder Softshell-Material lassen sich bei milden Temperaturen auch ohne die äußere Schicht tragen. Spezielle Funktionskleidung hält die körpereigene Wärme und leitet Feuchtigkeit ab.
  • Die untere Schicht liegt direkt am Körper und hält ihn trocken. Unterbekleidung aus synthetischen Fasern transportiert den Schweiß schnell nach außen und entfaltet bei Bedarf auch eine antibakterielle Wirkung. Thermo-Wäsche aus Naturfasern wärmt zusätzlich.
Mann und Frau arbeiten im Herbst im Garten und füllen eine Schubkarre mit Laub.
Foto: Monkey Business / stock.adobe.com

Schutz vor Un­fäl­len und Ver­let­zun­gen

Hobbygärtnerinnen und Hobbygärtner sind nicht nur der Witterung ausgesetzt, sondern auch mechanischen Belastungen, herumfliegenden Fremdkörpern oder anderen Unfallgefahren. Deshalb sollten sie die persönliche Schutzausrüstung (PSA) auch im Winter nicht vergessen.

  • Schuhwerk: Feste Schuhe mit Profilsohle verhindern das Ausrutschen bei feuchter Witterung. Sicherheitskappen schützen die Zehen beim Hantieren mit Steinen oder mit dem Spaten. Für Arbeiten bei Regen oder am Gartenteich stehen rutschhemmende Gummistiefel bereit.
  • Gartenhandschuhe: Für das Schneiden von dornigen Ästen eignen sich Lederhandschuhe, bei Arbeiten mit feuchter Erde oder mit Hochdruckreinigern ist eine wasserfeste Außenbeschichtung sinnvoll. Schweißabsorbierendes Innenfutter wärmt.
  • Schutzbrille: Leichte und stabile Brillen schützen die Augen vor zurückschlagenden Zweigen oder vor Steinen und Splittern, die zum Beispiel beim Heckenschneiden und Häckseln aufgewirbelt werden.
  • Gehörschutz: Auch mit Mütze kann lässt sich das Gehör vor dem Lärm motorisierter Geräte schützen: Entweder mit Gehörschutzstöpseln unter der Mütze oder mit Kapselgehörschützern („Micky Mäusen“) darüber.

Tipp: Cre­mes schüt­zen die Haut

Wind, Kälte oder das feuchtwarme Milieu in Gartenhandschuhen lassen die Hände trocken und rissig werden. Das Gesicht ist direkt der Witterung ausgesetzt. Fettreiche Cremes fördern den Schutz und die Regeneration der Haut. Sie sollten pH-neutral und frei von Konservierungs- und Duftstoffen sein.

Be­schwer­den und Er­käl­tun­gen vor­beu­gen

Wer ergonomische Geräte verwendet, zum Beispiel mit Teleskopstiel, muss sich bei Kälte und Nässe nicht ständig hinknien, -hocken oder bücken. Ganz vermeiden lässt sich das allerdings nicht. Polster, die in die Knietaschen der Arbeitshose geschoben oder mit Gummiband äußerlich befestigt werden, schonen die Gelenke beim Jäten oder bei Steinarbeiten.

Beim Bücken können Hemd oder Shirt aus der Hose rutschen; die untere Rückenpartie wird kalt und es drohen Erkältungen oder Blasenentzündungen. Schutz vor Kälte bieten Unterhemden, die hinten länger sind als vorn, oder Nierenwärmer aus Wolle, als Schlauch oder Klett-Band um die Hüfte getragen. Auch Schulterwärmer leisten gute Dienste.

Astschere mit Teleskopstiel schneidet in einen Ast.
Foto: ronstik / stock.adobe.com

Vor­her mo­bi­li­sie­ren – hin­ter­her auf­wär­m­en

Neben der Arbeitskleidung trägt auch das individuelle Verhalten dazu bei, gesund durch Herbst und Winter zu kommen: Wer sich vor der Gartenarbeit etwas aufwärmt und dehnt, mobilisiert Muskeln und Gelenke und vermeidet so mögliche Beschwerden oder zu schnelles Schwitzen. Außerdem ist es wichtig, regelmäßig Pausen im Haus einzulegen, um sich unter der Dusche, am Kamin oder mit einer Tasse heißem Tee aufzuwärmen und neue Kraft zu tanken.

- cgr

Foto (Titelbild): mashiki / stock.adobe.com

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