Steckdosen

Steckdosen wecken die Neugier von Kleinkindern. Wenn sie stromleitende Gegenstände, zum Beispiel Nadeln oder Schrauben, in die Löcher stecken, kann ein Stromschlag die Folge sein. Steckdosensicherungen sind empfehlenswert, um die Sicherheit für Kinder zu erhöhen und Unfälle mit Steckdosen möglichst zu vermeiden.

Welche Arten von Steckdosensicherungen gibt es für Haushalte mit Kindern?

Im Handel gibt es verschiedene Arten von Steckdosensicherungen. Einige Steckdosen verfügen bereits über einen integrierten Berührungsschutz, der die Öffnungen abdeckt und die Kleinen vor Stromschlägen bewahrt. Darüber hinaus können bereits eingebaute, ungesicherte Steckdosen durch spezielle Einsätze nachgerüstet werden. Dafür gibt es diverse Steckdosensicherungen mit verschiedenen Techniken. Beliebt sind Modelle, die vor die Öffnung der Steckdose geklebt oder mittels Schraube befestigt werden. Diese Nachrüstungen geben den Strom zum Beispiel durch eine Drehbewegung oder durch Verschieben mit dem Stecker frei.

Warum sind Steckdosen mit integriertem Berührungsschutz sicherer als Einsätze, die geklebt oder geschraubt werden?

Steckdosen durch eingeklebte oder fest verschraubte Einsätze nachzurüsten, ist aufgrund der einfachen Handhabung sehr beliebt und damit weit verbreitet. Doch die Nachrüstungen bergen auch Unfallgefahren:

  • Erhöhte Brandgefahr: Nachträglich in die Steckdose installierte Kindersicherungen verändern den Abstand und damit den Kontakt zwischen Stecker und Steckdose. Unter Umständen ist die Kontaktlänge zwischen Kontaktbuchse und Steckerstiften zu gering. Die Folge kann eine Überhitzung und damit eine erhöhte Brandgefahr sein.
  • Klebeeinsätze lösen sich:Die Leistung der Klebeeinsätze lässt nach einiger Zeit nach, sodass sie sich lösen können. Kinder könnten bereits gelöste Kindersicherungen entfernen. Zudem besteht nach dem Ausstecken eines Geräts die Gefahr, dass die Sicherung unbemerkt mit hinausgezogen wird.
  • Dreh- und Schubmechanismus funktionieren nicht mehr:Nach einiger Zeit könnte sich der Dreh oder der Schubmechanismus so verhaken, dass er die Öffnungen nicht mehr verdeckt.

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Erste Hilfe: Was soll ich tun, wenn mein Kind einen Stromschlag erlitten hat?

Gehen Sie folgendermaßen vor, wenn Ihr Kind einen Stromschlag erlitten hat:

  • Das Kind vom Strom befreien: Unterbrechen Sie den Stromkreis, indem Sie das Gerät beziehungsweise die Sicherung ausschalten oder den Stecker ziehen. Sie können das Kind zudem vom Strom befreien, indem Sie einen nichtleitenden Gegenstand verwenden. Dafür eignet sich zum Beispiel ein Besenstiel, ein Holzstuhl oder ein Lederschuh. Wichtig ist, dass Sie sich nicht selbst gefährden. Für Ihre Gesundheit und um Hilfe leisten zu können.
  • Notruf anrufen (112): Rufen Sie nach einem Unfall durch einen Stromschlag sofort den Notruf unter der Telefonnummer 112.
  • Ruhe bewahren: Auch, wenn es schwerfällt: Bewahren Sie Ruhe, um bei Ihrem Kind keine Panik auszulösen und ihm bestmöglich zu helfen. Halten Sie das Kind warm, beruhigen Sie es und achten Sie auf die Atmung und den Puls des Kindes.
  • Stabile Seitenlage: Bringen Sie Ihr Kind bei Bewusstlosigkeit in die stabile Seitenlage und halten Sie die Atemwege frei. Eine Anleitung finden Sie hier.

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