Vollgestellte Treppenhäuser - im Brandfall ein hohes Risiko

Aufgänge in Wohnhäusern sind oft die reinste Abstellkammer, viele Hausflure ebenso. Ein Durchkommen ist kaum möglich, wenn Schuhregale, Schirmständer oder Kartons den Weg versperren.

Im Falle eines Brandes kann das Treppenhaus dann zu einem Risiko werden: Zum einen sind Flucht- und Rettungswege versperrt, zum anderen beschleunigen die abgestellten Gegenstände das Feuer und bieten ihm zusätzliches Futter.

Problematisch sind insbesondere Gegenstände aus Kunststoff. Das Gefährliche sind weniger die Flammen, sondern vor allem der Rauch. Schnell füllt giftiger Qualm das Haus, und dann kann es zu spät sein. Mit dem Einatmen drohen Bewusstlosigkeit und Handlungsunfähigkeit. In der neuen Ausgabe ihrer Zeitschrift "SICHER zu Hause & unterwegs" appelliert die Aktion DAS SICHERE HAUS (DSH) deshalb an Bewohnerinnen und Bewohner von Mehrfamilienhäusern, Treppen, Gemeinschaftsflure und Gänge freizuhalten - im eigenen Interesse. "Sicherheit ist so einfach herzustellen, wenn jede und jeder sich an die Regel hält, dass Kinderwagen, aber auch Dinge wie Schuhe oder Müll nichts im Hausflur zu suchen haben", sagt DSH-Geschäftsführerin Susanne Woelk.

 

Und was ist im Notfall zu tun?

Bei einem Brand muss sofort die Notrufnummer 112 gewählt werden. Ist der Fluchtweg wegen zu starker Rauchentwicklung nicht mehr passierbar oder durch herumstehende Gegenstände versperrt, "sollte man sich lieber zurückziehen und auf das Eintreffen und eine Rettung über eine Leiter durch die Feuerwehr warten", sagt Frank Hachemer, Vizepräsident des Deutschen Feuerwehrverbandes, in der DSH-Zeitschrift. Außerdem sollten die Türen geschlossen werden, um den giftigen Qualm aus der Wohnung zu halten und die Gefahr einer Rauchvergiftung zu mindern. "Eine Tür hält dem Feuer mindestens eine Viertelstunde stand", so Hachemer.

 

 

Pressekontakt

Dr. Susanne Woelk, DSH-Geschäftsführerin.
Tel.: 040 / 29 81 04 62, Fax: 040 / 29 81 04 71,
Mail: s.woelk@das-sichere-haus.de.