Sichere Gartenarbeit mit Handschuhen, Schutzbrille und Gehörschutz

Welche Schutzkleidung wird für Arbeiten mit Gartengeräten empfohlen?

Bei der Gartenarbeit verunglücken in Deutschland pro Jahr rund 200.000 Menschen (Quelle: BAuA). Meist sind es Verletzungen durch scharfe oder spitze Gartengeräte, zum Beispiel die elektrische Heckenschere.
Eine Schutzausrüstung, die die Atmung, Augen, Hände, Füße und das Gehör schützt, verhindert schwere Verletzungen.
Und die Kleidung muss gut sitzen: Ideal sind langärmelige Hemden, Shirts oder Jacken und lange Hosen. Sie sollten aus glattem, atmungsaktivem Material bestehen und so eng geschnitten sein, dass sie die Bewegungsfreiheit zwar nicht einschränken, man sich aber auch nicht in Dornen oder Stacheln verfängt.
Wasserfeste Kleidung ist bei Arbeiten mit dem Hochdruckreiniger angezeigt. Wer häufig kniet, schont seine Gelenke mit einem Knieschutz oder einem Kissen.
Die verschiedenen Gartengeräte bergen unterschiedliche Unfallrisiken, die eine passende Schutzausrüstung erfordern.
Wir haben eine Übersicht mit Empfehlungen zusammengestellt.

 

Die Schutzkategorie richtet sich nach dem Risiko

Sicherheitsschuhe sind in sechs Kategorien (SB bis S5) eingeteilt. Schuhe der Ausführung S2 erfüllen die meisten für Hobbygärtner wichtigen Anforderungen. Sie sind wasser-/ feuchtigkeitsabweisend, verfügen über einen geschlossenen Fersenbereich und eine griffige, feste Schuhsohle. Der Schaft ragt über den Knöchelbereich. Schuhe der Kategorie S3 bieten zudem Durchtrittsicherheit gegen Dornen.

Schutzhandschuhe müssen bei der Gartenarbeit vor mechanischen Belastungen schützen. Das ist an einem Hammersymbol erkennbar. Darüber hinaus sind sie mit einem vierstelligen Zahlencode versehen. Er gibt darüber Auskunft, wie viel Schutz der Handschuh gegen Abriebfestigkeit (0-4), Schnittfestigkeit (0-5), Weiterreißfestigkeit (0-4) und Stichfestigkeit (0-4) bietet. Der Wert Null steht jeweils für den geringsten Schutz.

 

 

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