Steckerleisten, Akkus & Adapter

Wenn wir ein neues Produkt kaufen, soll es möglichst preiswert und gleichzeitig sicher sein. Aber sichere Produkte herzustellen, bedeutet auch einen höheren Produktionsauswand. Fragen Sie sich deshalb bei vermeintlichen Schnäppchen, ob das Preis-Leistungs-Verhältnis stimmt oder ob Ihnen zu einem vermeintlich günstigen Preis kurzlebiger und unsicherer „Neuschrott“ verkauft wird. Ob Steckerleisten, Akkus oder Lichterketten, die Aktion DAS SICHERE HAUS e.V. erklärt, worauf Sie beim Kauf achten sollen. Denn manches Schnäppchen könnte Sie Ihre Gesundheit kosten.

Unterschätzte Gefahr

Wenn mehr Geräte an das Stromnetz angeschlossen werden müssen, als Steckdosen vorhanden sind, kommt eine Mehrfachsteckdose – auch Steckdosenleiste, Steckerleiste oder Steckvorrichtung genannt – zum Einsatz. Die Aktion DAS SICHERE HAUS e.V. rät beim Gebrauch zur Vorsicht und erklärt, worauf beim Kauf geachtet werden sollte. 

Welche Kriterien gewährleisten eine sichere Steckerleiste?

Wie bei den meisten Produkten gibt es auch bei Steckdosenleisten ein großes Angebot, das viele Preisklassen umfasst. Die Aktion DAS SICHERE HAUS e.V rät, beim Kauf einer neuen Steckerleiste folgende sicherheitsrelevanten Kriterien zu beachten:

  • CE-Kennzeichen: Mit dem CE-Kennzeichen bekundet der Hersteller, dass das Gerät den Anforderungen genügt, um auf dem EZU-Markt verkauft werden zu dürfen. Das CE-Zeichen ist allerdings kein Prüfsiegel.
  • GS-Zeichen: Das Prüfsiegel „Geprüfte Sicherheit“, auch bekannt als GS-Zeichen, bezeugt, dass das Gerät den Anforderungen des § 21 des Produktsicherheitsgesetzes entspricht. Das GS-Zeichen ist im Gegensatz zum CE-Zeichen ein echtes Prüfsiegel.
  • Adresse: Ein Zeichen für ein vertrauenswürdiges Gerät ist die Angabe der Adresse des Herstellers, Importeurs, Händlers oder anderer Inverkehrbringers.
  • IP-Kennzeichnung: Beachten Sie die Schutzart, die Aufschluss darüber gibt, in welchem Umfeld die Steckdosenleiste eingesetzt werden darf.
  • Warnhinweise: Auf der Steckerleiste oder einem Beipackzettel sollten mittels Text oder Piktogramm Warnhinweise wie z.B. „nicht hintereinander stecken!“ angegeben werden.
  • Kindersicherung: Alle Strom führende Kontakte müssen abgedeckt sein.
  • Achten Sie zusätzlich auf:
    • ein robustes Gehäuse,
    • eine integrierte Kabelaufnahme,
    • schräg zur Achse angeordnete Steckplätze zum leichteren Einstecken von Winkelsteckern,
    • federnde Schutzleiterkontakte, die nach dem Andrücken in ihre Ursprungslage zurückkehren,
    • dicke Anschlussleitung.

 

Wie können Gefahren im Umgang mit Steckerleisten vermieden werden?

Mehrfachsteckdosen sind praktisch, aber auch sie können Unfälle verursachen. Zu Ihrem Schutz beschreibt die Aktion DAS SICHERE HAUS e.V., wie Sie Steckerleisten richtig verwenden und das Unfallrisiko mindern:

  • Leistung prüfen: Auf jeder Mehrfachsteckdose finden Sie eine Angabe zur Leistung, häufig sind es 3.600 Watt. Die maximale Belastungsgrenze sollte nicht unter diesem Wert liegen.
  • Überlastung verhindern: Schalten Sie nicht mehrere Steckdosenleisten hintereinander. Durch die Überlastung und die dadurch entstehende Erhitzung kann sich ein Schwellbrand entwickeln.
  • Abdeckungen vermeiden: Verdeckte Steckerleisten steigern die Brandgefahr, denn Abdeckung und Staub verhindern die Wärmeableitung.
  • Überspannungsschutz: Durch Schalthandlungen der Stromversorger oder Blitzeinschlagen können Überspannungen im Stromnetz auftreten. Ein Überspannungsschutz in Steckdosen ist besonders bei empfindlichen Geräten wie Fernseher oder Computer empfehlenswert. Diese Vorrichtungen gibt es nicht nur fest verbaut in den Steckdosenleisten, sondern auch einzeln zum Nachrüsten.
  • Ein/Aus-Schalter: Durch einen eingebauten Ein- und Aus-Schalter können alle Geräte schnell vom Stromkreislauf getrennt werden.

Wie entsteht ein Akku-Brand?

Technische Defekte, z.B. ein Kurzschluss, unsachgemäße Anwendung und die hohen Temperaturen, die ein Lithium-Ionen-Akku erreicht, sind meist der Grund für einen Akku-Brand.

Ein hohes Brandrisiko besteht unter anderem, wenn ein tiefenentladener Akku wieder auflädt. Das „thermische Durchgehen“, eine Kettenreaktion der Zellen, sorgt dafür, dass sich die in der Akkuzelle gespeicherte Energie explosionsartig entlädt. Dabei werden Temperaturen von bis zu 800 Grad Celsius erreicht. Funken, die vom Akku ausgehen, können schnell einen Brand verursachen.

Wie schnell ein Feuer durch einen Akku entstehen kann, zeigt das Video des Instituts für Schadenverhütung und Schadenforschung der öffentlichen Versicherer e.V. (IFS) in Kiel. Das Video „Brennende Akkus“ finden Sie hier.

Gefährliche Energiespeicher

Das Handy aufladen, Pedelec fahren oder das Notebook unterwegs nutzen – Lithium-Ionen-Akkus (kurz Li-Akkus) sind aus dem Alltag nicht mehr wegzudenken. Sie sind praktisch, weil in ihnen sehr viel Energie auf sehr kleinen Raum verpackt ist. Doch genau hier liegt auch das Risiko. Ist der Akku defekt oder wird zu stark strapaziert, kann er überhitzen, explodieren oder Feuer fangen.

Wie gehen Sie sicher mit Lithium-Ionen-Akkus um?

Eine absolute Sicherheit zur Unfallvermeidung im Umgang mit Lithium-Ionen-Akkus gibt es nicht. Um das Risiko zu minimieren, rät die Aktion DAS SICHERE HAUS e.V.:

  • CE-Kennzeichen: Mit dem CE-Kennzeichen bekundet der Hersteller, dass das Gerät den Anforderungen genügt, um auf dem EZU-Markt verkauft werden zu dürfen. Das CE-Zeichen ist allerdings kein Prüfsiegel.
  • GS-Zeichen: Das Prüfsiegel „Geprüfte Sicherheit“, auch bekannt als GS-Zeichen, bezeugt, dass das Gerät den Anforderungen des § 21 des Produktsicherheitsgesetzes entspricht. Das GS-Zeichen ist im Gegensatz zum CE-Zeichen ein echtes Prüfsiegel.
  • Adresse: Ein Zeichen für ein vertrauenswürdiges Gerät ist die Angabe der Adresse des Herstellers, Importeurs, Händlers oder anderer Inverkehrbringers.
  • Sicheres Aufladen: Wenn Sie den Akku aufladen möchten, verwenden Sie dafür ausschließlich das vom Hersteller vorgesehene Ladegerät oder Ladekabel, um eine Überladung auszuschließen. Schon eine geringfügig zu hohe Ladespannung führt aufgrund zu großer Ladeströme zu einer Erhitzung des Akkus und kann somit einen Brand auslösen.
  • Temperatur: Lassen Sie Li-Akkus nicht zu heiß werden, etwa durch direkte Sonneneinstrahlung oder durch Lagern im aufgeheizten Kofferraum des Autos. Auch verdeckte Akkus steigern die Brandgefahr, denn Abdeckung und Staub verhindern die Wärmeableitung.
  • Abstand von brennbaren Materialien: Legen Sie den Li-Akku niemals in die Nähe von brennbaren Materialien wie z.B. Vorhänge oder Zeitungen.
  • Schädigung der Haut und Augen vermeiden: Lithium-Ionen-Akkus enthalten eine ätzende Elektrolytflüssigkeit. Nehmen Sie ausgelaufene Akkus ausschließlich mit säurebeständigen Schutzhandschuhen auf und entsorgen Sie ihn nach den Anweisungen des Herstellers.
  • Im Brandfall: Sollte es doch zu einem Brand gekommen sein, können Sie versuchen, ihn eigenständig zu löschen. Wie sie ein Feuer richtig löschen, erfahren Sie hier.

Wo finden Sie weitere Informationen?

Weitere Informationen zum sicheren Umgang mit Lithium-Ionen-Akkus finden Sie im Magazin „inform“ der Unfallkasse Hessen. Den Artikel finden Sie hier.

Sichere Reiseadapter erkennen

Steckeradapter und Reisestecker sind ideale Reisebegleiter, schließlich will man auch unterwegs den eigenen Föhn nutzen oder sein Handy laden. Adapter überbrücken unterschiedliche Stecker-Systeme, indem sie verschiedene Typen von Steckdosen miteinander verbinden. So kann eine elektrische Verbindung hergestellt und das angeschlossene Gerät betrieben werden. Um Risiken zu minimieren, rät die Aktion DAS SICHERE HAUS e.V. dazu, beim Kauf folgende Dinge zu beachten:

  • CE-Kennzeichen: Mit dem CE-Kennzeichen bekundet der Hersteller, dass das Gerät den Anforderungen genügt, um auf dem EZU-Markt verkauft werden zu dürfen. Das CE-Zeichen ist allerdings kein Prüfsiegel.
  • GS-Zeichen: Das Prüfsiegel „Geprüfte Sicherheit“, auch bekannt als GS-Zeichen, bezeugt, dass das Gerät den Anforderungen des § 21 des Produktsicherheitsgesetzes entspricht. Das GS-Zeichen ist im Gegensatz zum CE-Zeichen ein echtes Prüfsiegel.
  • Vollständige Angaben: Fehlende Kennzeichnungen sind bei sämtlichen Geräten ein Mangel. Auch bei Adapter gilt deshalb: fehlen wesentliche Merkmale für einen gefahrlosen Gebrauch sowie die Adresse des Herstellers oder Importeurs, sehen Sie von einem Kauf ab.
  • Bedienungsanleitung: Aus der Beschreibung sollte hervorgehen, für welche Länder der Adapter geeignet ist und mit welchen Strömen er maximal belastet werden darf.
  • Sicherung: Eine eingebaute Sicherung darf bei dem Gerät nicht fehlen.

Wie können Unfälle im Umgang mit Reiseadaptern vermieden werden?

Die Aktion DAS SICHERE HAUS e.V. rät dazu, folgende Kriterien beim Kauf eines Adaptersteckers zu beachten:

  • Isolierte Steckerstifte: Nach DIN VDE 0620-1 müssen die Stifte im hinteren Bereich des Steckers isoliert sein, damit man nicht versehentlich an die Strom führenden Steckerstifte fasst und einen elektrischen Schlag bekommt.
  • Warnhinweis: Ein Hinweis auf der Verpackung ist notwendig, wenn die Bauart des Adapters nicht ausreichend isolierte Steckerstifte zulässt.