Vorsicht vor Insekten

Wenn die ersten Sonnenstrahlen zum Grillen, einem Picknick auf der Wiese oder einem Spaziergang einladen, dann ist auch wieder Vorsicht geboten. Denn vor allem im Sommer tummeln sich hier Insekten, deren Stiche oder Bisse schmerzhaft und auch sehr gefährlich sein können.

Wie kann ich Insektenstiche vermeiden?

Bienen, Wespen, Hummeln und Hornissen besitzen einen Wehrstachel, den sie zur Verteidigung einsetzen. Um einen schmerzhaften Stich zu vermeiden, rät die Aktion DAS SICHERE HAUS e.V. (DSH), Folgendes zu tun:

  • Ruhe bewahren: Wenn sich Ihnen ein Insekt mit Wehrstachel nähert, bewahren Sie Ruhe. Versuchen Sie nicht, nach dem Tier zu schlagen, das weckt seine Angriffslust.
  • Speisen und Getränke: Lassen Sie süße Getränke und Speisen nicht offen stehen. Prüfen Sie vor dem Trinken, ob sich im Glas ein Insekt mit Wehrstachel befindet. Benutzen Sie durchsichtige Gläser und Flaschen mit Trinkventil. In Getränkedosen können Insekten hineinklettern, die Folge sind oft lebensbedrohliche Stiche in Mund und Rachen.
  • Trinkhalme: Strohhalme mit kleinem Durchmesser können verhindern, dass ein Insekt beim Trinken in den Mund gelangt.
  • Schuhe anziehen: Im Sommer tummeln sich viele Insekten auf dem Rasen, deshalb sollten Sie stets Schuhe tragen.
  • Kleidung: Verzichten Sie auf bunte Kleidung und stark duftende Kosmetika. 
  • Nach dem Essen: Entfernen Sie nach dem Essen unverzüglich Flecken und süße Überreste von Gesicht, Händen und Kleidern.

Was ist im Falle eines Insektenstiches zu tun?

In den meisten Fällen ist der Stich ungefährlich, denn das Gift eines einzigen Insektes ist weder für einen Erwachsenen noch für Kleinkinder oder Säuglinge gefährlich. Doch bei einem Stich im Mund oder einer allergischen Reaktion kann es für den Betroffenen lebensgefährlich werden. Beachten Sie im Falle eines Insektenstiches folgende Tipps der Aktion DAS SICHERE HAUS e.V. (DSH):

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  • Nicht kratzen: Damit das Gift nicht noch weiter eindringen kann, sollten Sie die Einstichstelle nicht kratzen.
  • Kühlen: Kälte hilft, den Schmerz nach einem Insektenstich zu betäuben und reduziert die Schwellungen. Am besten eignen sich in Tüchern eingewickelte Kühlpacks oder Eis.
  • Beurteilen: Sie können prüfen, ob die Rötung größer wird, indem Sie mit einem Stift einen Kreis um die Einstichstelle zeichnen. Notieren Sie die Uhrzeit des Stiches!
  • Stiche im Mund: Bei Wespenstichen im Mund und in der Halsgegend muss in jedem Fall ein Arzt aufgesucht werden. Eiswürfel zu lutschen oder kalte Umschläge um den Hals zu legen sind gute Mittel, um das Anschwellen der Schleimhäute zu mindern. 
  • Allergische Reaktion: Ist eine Allergie bekannt, sollte in der warmen Jahreszeit stets ein Notfall-Set griffbereit sein. Schwindel, Übelkeit, Erbrechen, Atemnot, Wasserblasen auf der Haut, Herzrasen oder Bewusstlosigkeit können Anzeichen einer allergischen Reaktion sein. Es sollte umgehend ein Notarzt (unter 112) gerufen werden.

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Gefahr im Unterholz

Wenn die Sommersonne nach draußen lockt, sind Zecken nicht weit. Sie halten sich vor allem in hohem Gras oder Laub, in Sträuchern, Büschen und im Unterholz auf. Beim Vorbeigehen werden die Zecken abgestreift und gelangen so auf die Haut von Mensch und Tier. Meist unbemerkt vom Menschen, beißt die Zecke zu. Nicht der Zeckenstich selbst ist gefährlich, sondern vielmehr die Krankheiten wie Lyme-Borreliose und die Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME), die dadurch übertragen werden.

Wie kann ich einen Zeckenstich vermeiden?

Zeckenstiche können nicht immer vermieden werden, wenn Sie sich im Freien bewegen. Die Aktion DAS SICHERE HAUS e.V. (DSH) gibt Ihnen Tipps, wie Sie das Risiko eines Zeckenstichs einschränken können:

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  • Hohes Gras meiden und auf Wegen gehen: Zecken halten sich besonders im hohen Gras oder im Unterholz auf. Meiden Sie diese Bereiche und bleiben Sie bevorzugt auf den Gehwegen.
  • Kleidung: Eine körperbedeckende und geschlossene Kleidung verringert das Risiko, dass Zecken auf Ihre Haut gelangen können. Helle Stoffe lassen sich zudem leichter nach Zecken absuchen.
  • Zeckenschutzmittel: Zusätzlich können Sie Zeckenschutzmittel zum Auftragen auf die Haut oder Kleidung verwenden. Diese Mittel sind aber nur begrenzt wirksam und können unter Umständen mit Gesundheitsrisiken verbunden sein.
  • Kontrollieren: Nach dem Aufenthalt im Freien sollten Sie Ihren Körper möglichst schnell absuchen. Zecken setzen sich gerne in warme, feuchte und gut durchblutete Körperstellen (z.B. Kniekehlen, Leisten, Achseln).

Was ist bei einem Zeckenbiss zu tun?

  • Entfernen: Nach einem Stich muss die Zecke schnell und vollständig entfernt werden, um das Risiko von Infektionen und Erkrankungen zu minimieren. Verwenden Sie am besten eine Zeckenzange.
  • Kontrollieren: Mit einer Lupe sollten Sie kontrollieren, ob die Zecke vollständig entfernt ist.
  • Desinfizieren: Wenn die Zecke vollständig entfernt ist, desinfizieren Sie die Stichstelle mit einem Wunddesinfektionsmittel.
  • Beschwerden: Die Bissstelle muss beobachtet werden. Ein Arztbesuch ist unvermeidbar, wenn sich eine Entzündung oder ein roter Fleck zeigt, der in der Mitte verblasst und sich ringförmig ausbreitet. Dies gilt als erstes Zeichen einer Borrelieninfektion.

 

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