Unverzichtbar für pflegende Angehörige: guter Impfschutz

Die stabile Gesundheit pflegender Angehöriger ist eine wesentliche Voraussetzung für eine optimale Pflege: Fällt die Haupt-Pflegeperson nämlich aus, klafft eine schwer überbrückbare Lücke. Neben der gezielten Nutzung von Entlastungsmöglichkeiten zählen Impfungen zu den wirksamsten Präventionsmaßnahmen: Sie schützen Pflegende und Pflegebedürftige gleichermaßen.

Grundsätzlich empfiehlt die Ständige Impfkommission (STIKO) am Robert-Koch-Institut in Berlin Impfungen gegen Tetanus, Diphtherie, Keuchhusten, Poliomyelitis und Varizellen sowie unter bestimmten Bedingungen gegen Hepatitis B und Meningokokken. Ab einem Alter von 60 Jahren sollte außerdem gegen Influenza (Grippe) und gegen Pneumokokken geimpft werden.

Spezifische Empfehlungen für pflegende Angehörige gibt es nicht. „Allerdings kann man sagen, dass in Abhängigkeit von der Erkrankung des zu Pflegenden die Pflegenden einen besonders guten Schutz haben sollten, um den Erkrankten wie auch sich selbst gut zu schützen“, sagt Susanne Glasmacher, Sprecherin des Robert-Koch-Instituts.

Leidet der Pflegebedürftige zum Beispiel an einer chronischen Hepatitis oder einer Meningokokken-Infektion, müssen sich Angehörige natürlich impfen lassen. Bei einem Pflegebedürftigen wiederum mit Immundefekten oder chronischen Herz- Kreislauferkrankungen können Pneumokokken-Infektionen oder eine Influenza besonders schwer verlaufen. Er muss deshalb unabhängig vom Alter geimpft sein. Zeitgleich sollten auch die engsten Kontaktpersonen geimpft werden. Dieses Vorgehen bezeichnet man als Kokonstrategie.

 

Weitere Informationen

Aktuelle Impfempfehlungen sind auf der Internetseite www.rki.de in der Rubrik Infektionsschutz – Impfen – Impfempfehlungen zu finden.

Quelle: „Zu Hause pflegen – gesund bleiben!“ Infobrief für pflegende Angehörige
Ausgabe Winter 2011/2012
Herausgeber: Aktion DAS SICHERE HAUS und Partner