Toilettenstuhl

Viele ältere Menschen drängt es nachts mehrmals zur Toilette. Da kann ein Toilettenstuhl ein praktisches Hilfsmittel sein.

Sein Gestell besteht meist aus Metall. Es gibt jedoch auch Modelle mit wohnlichem Holzgestell. Stühle ganz aus pflegeleichtem Kunststoff können sowohl als Toilettenstuhl als auch als Duschbank verwendet werden. Die Sitzplatte ist im Mittelteil ausgeschnitten. Darunter ist ein herausnehmbarer Toiletteneimer befestigt. Meist gehört zum Toilettenstuhl eine gepolsterte Sitzauflage. Tagsüber wird der Eimer entfernt, die Sitzauflage aufgelegt – und ein ganz normaler Stuhl steht im Raum.

In der Ausführung der Toilettenstühle gibt es große Unterschiede: Faltbare Stühle lassen sich platzsparend verstauen. Modelle mit abschwenkbaren Armlehnen ermöglichen ein reibungsloses Umsetzen. Die Lehne ist je nach Polsterung mehr oder weniger komfortabel.
Besonders flexibel ist ein Toilettenstuhl einsetzbar, der Rollen hat: Er kann in der Wohnung für kurze Transportwege genutzt oder – je nach baulichen Gegebenheiten – auch über ein WC-Becken gefahren werden, so dass er dann als Sitzerhöhung dient. Zwei Feststellbremsen sorgen für Standsicherheit. Bein- und Fußstützen bieten Halt.

Bei der Wahl eines Toilettenstuhls ist Probesitzen Pflicht: Er ist nur dann eine Hilfe, wenn die Höhe stimmt. Im Zweifelsfall ist ein Stuhl mit Höhenverstellung gefragt, der sich optimal an die Körpergröße anpasst. Auch die Breite des Stuhls ist wichtig – vor allem bei fahrbaren Modellen: In manch einer Wohnung kann eine enge Türöffnung oder ein schmaler Flur für einen breiten Stuhl unpassierbar sein.

Quelle: „Zu Hause pflegen – gesund bleiben!“ Infobrief für pflegende Angehörige
Ausgabe Sommer 2010/2011
Herausgeber: Aktion DAS SICHERE HAUS und Partner

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