Gleitmatten

Gleitmatten senken den Reibungswiderstand zwischen Patient und Matratze auf ein Minimum. So können Pflegende auch schwere, immobile und schmerzempfindliche Personen rückengerecht und ohne große Kraftanstrengung drehen und umlagern; der Positionswechsel ist für den zu Pflegen den deutlich schmerzfreier und hautschonender. Gleitmatten wirken deshalb auch dem Wundliegen entgegen.

Je nach Material kann die Matte im Bett bleiben: Sie erleichtert dem Bettlägerigen die Eigenbeweglichkeit. Eine Gleitmatte gleicht einem verkürzten, an zwei Enden offenen Schlafsack. Die Innenfläche dieses verschiebbaren Endlos-Schlauches besteht aus glattem, besonders gleitfähigem Gewebe, z.B. Nylon. Die Außenseite ist aus Baumwollgemisch, Polyester oder einer anderen Kunstfaser gefertigt. Ein Vlies zwischen diesen beiden Materiallagen macht die Matte weich und anpassungsfähig.

Gleitmatten gibt es in unterschiedlichen Ausführungen und Größen. Zum Umlagern bieten sich große Matten an. Kleinere Matten sind geeignet, um den bettlägerigen Menschen zum Kopfende zu bewegen oder ihn beim Transfer unter ein Bein oder den Kopf zu legen. Die Gleitmatte ist die gebräuchlichste Gleithilfe.

Daneben gibt es noch Gleitfolien, -bahnen und -tücher. Sie alle können mit anderen Hilfsmitteln wie Rutschbrettern, Drehscheiben, Transfer- oder Haltegürteln kombiniert werden, etwa beim Umsetzen in den Rollstuhl oder auf die Toilette.

Quelle: „Zu Hause pflegen – gesund bleiben!“ Infobrief für pflegende Angehörige
Ausgabe Winter 2008/2009
Herausgeber: Aktion DAS SICHERE HAUS und Partner

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