Ambulante Hospizdienste begleiten auf dem letzten Weg

In Würde und Geborgenheit sterben – das ist der Wunsch eines jeden Menschen; liebevolle Zuwendung ist daher am Lebensende besonders wichtig. Ebenso elementar ist, vor allem bei schweren Erkrankungen, die medizinische Unterstützung durch Experten wie Palliativmediziner. Zusammen mit Hospizdiensten gewährleisten sie eine optimale Versorgung von Menschen, die bald sterben.

Sterbebegleitung zu Hause

Die meisten Menschen möchten zu Hause ihr Leben beschließen, dort, wo sie sich über Jahre oder Jahrzehnte wohlgefühlt haben. Hier leben und lebten geliebte Menschen, alle Geräusche und Gerüche sind vertraut, Bilder, Möbel und Lieblingsstücke unterstützen die Erinnerung an ein gelungenes Leben. Alle diese Faktoren können dazu beitragen, die Angst vor dem Sterben zu mindern und das Loslassen zu erleichtern.

Es ist sehr gut möglich, eine Sterbebegleitung auch in den eigenen vier Wänden zu organisieren. Für Angehörige bedeutet dies eine kaum hoch genug einzuschätzende Entlastung in einer emotional sehr fordernden Lebensphase, die sich über einen langen Zeitraum erstrecken kann. Die Unterstützung von professionellen Sterbebegleitern und Experten für Palliativmedizin kann eine große Hilfe sein und ist deshalb eine Überlegung wert.

Professionelle Hilfe in Anspruch nehmen

Hospizhelfer und Palliativmediziner bilden bei der Begleitung am Lebensende ein perfektes Team; sie gewährleisten für Menschen, die bald sterben werden, eine umfangreiche Versorgung. Die Betroffenen stehen dabei im Vordergrund. Seien es diffuse Ängste vor dem Tod, Sorgen vor traumatisierenden Ereignissen oder belastenden formalen Angelegenheiten. Für die optimale Behandlung von Schmerzen und mit dem Tod verbundenen Ängsten gibt es die spezialisierte ambulante Palliativversorgung (SAPV).

Im Fokus steht auch die Entlastung Angehöriger. Hospizdienste geben Unterstützung, damit Angehörige in den letzten Tagen und Stunden nicht allein mit der Herausforderung der Sterbebegleitung und dem Tod einer ihnen nahestehenden Person sind. Als Trauerbegleiter sind sie zudem auch nach dem Tod eine Stütze für Angehörige. Ehrenamtliche und professionelle Helfer sind erfahren und können die individuelle Situation einschätzen. Sie klären über verschiedene Möglichkeiten auf und stehen Angehörigen beratend zur Seite, etwa darüber, ab wann eine stationäre Versorgung angezeigt oder unumgänglich ist. Damit geben sie psychische Entlastung und seelischen Beistand.

Rechtzeitig informieren

Auch wenn Hospizdienste erst am Lebensende in Anspruch genommen werden, sollten Angehörige sich frühzeitig informieren. Vor allem bei Erkrankungen, die die natürliche Lebenserwartung begrenzen bzw. „unheilbar“ sind, können sich Betroffene und Angehörige von Hospizdiensten beraten lassen. Für den Menschen, der bald sterben wird, ist die frühe Auseinandersetzung mit dem Tod sinnvoll. Solange der Gesundheitszustand es zulässt, können formale Angelegenheiten persönlich geregelt werden. Auch „letzte Wünsche“ sollten ein fester Bestandteil der Planung für den letzten Lebensabschnitt sein.

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Stand der Informationen: Sommer 2018