Heckenscheren

Von Oktober bis Februar ist die richtige Zeit für den Heckenschnitt. Welches Gerät wofür geeignet ist und wie Schnitt-, Klemm- und Quetschverletzungen durch Heckenscheren verhindert werden, zeigen folgende Tipps:

Was ist bei der Nutzung zu beachten?

Vor der Arbeit

  • … die Schneidmesser und Kabel prüfen und die Messerstopp-Funktion und Leerlauf testen.
  • … die Schneidmesser ölen.
  • … die Hecke auf Fremdkörper wie Zäune oder Steine überprüfen.

Während der Arbeit

  • Schutzausrüstung: Schutzbrille, enge Handschuhe, Gehörschutz, festes Schuhwerk
  • Achten Sie stets auf einen sicheren Stand.
  • Der Arbeitsradius muss frei von anderen Personen und Tieren sein.
  • Beim Starten muss die Schere frei in der Luft gehalten werden.
  • Die Heckenschere immer mit beiden Händen führen.
  • Immer vom Körper weg schneiden.
  • Mit den Schneidmessern nicht an Zäune oder andere Gegenstände kommen.
  • Nie auf Leitern und möglichst nicht über Kopf schneiden: Gerüst oder Bühne verwenden.
  • Vorsicht an Hängen und auf glattem, unebenem oder rutschigem Untergrund.
  • Achten Sie bei Elektro-Scheren auf den Kabelverlauf: Stolper- und Stromschlaggefahr!
  • Dickere Äste und Zweige lieber mit Rosen- oder Astscheren kürzen.

Nach der Arbeit

  • Nachlaufeffekt beachten: Die Messer stoppen erst kurz nach Loslassen des Schalters.
  • Das Gerät abkühlen lassen: Verbrennungsgefahr am Gehäuse!
  • Die Schneidmesser reinigen, trocknen lassen, mit einem Pflegemittel (Harzlöser und Pflegeöl) versehen und den Schwertschutz aufsetzen.
  • Reparaturen und das Schleifen der Schneidmesser sollte nur ein Fachmann übernehmen.

Gerätetypen

Elektrische Geräte mit Kabelanschluss

Vorteile: leistungsstark, geringes Gewicht und unermüdlich, solange Strom fließt.
Nachteile: Stolper- und Stromschlaggefahr durch Kabel, eingeschränkter Bewegungsradius

Akku-Heckenschere

Vorteile: unabhängig von Stromquelle, kein Kabel, geräuscharmes Arbeiten, für große Flächen
Nachteile: häufig weniger leistungsstark und schwerer (selten unter drei Kilogramm), begrenzte Akkulaufzeit, Auflade-Pausen oder Zweit-Akku notwendig

Benzin-Heckenschere

Vorteile: kein Kabel, keine Stromquelle notwendig, höhere Leistung, für große Flächen geeignet
Nachteile: Brennstoff (Benzin-Öl-Gemisch) notwendig, der ordnungsgemäß gelagert werden muss, Brand- und Verbrennungsgefahr bei nicht sachgerechtem Befüllen und Betreiben,  Abgase, häufig höheres Gewicht und höherer Geräuschpegel

Kauftipps

GS-Zeichen der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV)
  • Achten Sie auf das CE- und das GS-Zeichen („Geprüfte Sicherheit“).
  • Die Schere sollte gut in der Hand liegen. Die Tastschalter einschließlich der Sicherheitsschaltung müssen leicht zu betätigen sein.
  • Ein Drehgriff erleichtert das langandauernde Schneiden längerer Hecken.
  • Für hohe Hecken eignen sich Langstielscheren.
  • Mehr Sicherheit bieten Sicherheitsschneidgarnituren mit stumpfem Messerüberstand oder pilzkopfförmigen Messer-Enden.
  • Kabel-Klemmvorrichtungen am Gerät oder für den Hosenbund lassen das Stromkabel besser fixieren und vor Durchtrennen schützen.
  • Leichte Geräte (unter drei Kilogramm) mit wenig Vibration sind gut zu handhaben.

Stand der Informationen: Frühjahr 2018

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