Garten und Freizeit

Vorsicht vor Henna-Tattoos im Urlaub

08.07.2019 Henna-Tattoos sind bei vielen Urlaubern als Souvenir beliebt. Schon im alten Ägypten wurden mit dem rotbraunen Farbstoff, der aus den Blättern des Hennastrauches (Lawsonia inermis) gewonnen wird, Haare, Nägel und Finger gefärbt. Noch heute wird Henna in vielen Teilen der Welt zu ornamentalen Körperbemalungen verwendet, die rituelle wie auch kosmetische Zwecke haben. Bei Henna-Tattoos werden keine Farben unter die Haut gestochen, sie verschwinden in der Regel nach wenigen Wochen.

Dennoch sind Henna-Tattoos nicht ohne Risiko: Um echtem Henna eine intensivere Farbnuance zu verleihen und die Einwirkzeit von bis zu acht Stunden zu verkürzen, wird häufig Paraphenylendiamin (PPD) beigemengt. PPD ist ein schwarzer Farbstoff, das als Kontaktallergen belegt ist. Darauf weist die Aktion DAS SICHERE HAUS (DSH), Hamburg, hin.

Die Symptome einer allergischen Reaktion treten meist erst nach der Rückkehr aus dem Urlaub auf: Juckreiz, Rötungen und Bläschen. Einige Menschen entwickeln darüber hinaus nässende, teilweise verkrustete Hautveränderungen innerhalb der Zeichnung. Die Folge sind oft Narben, die ein Leben lang sichtbar bleiben. Einmal auf PPD sensibilisiert, kann der künstliche Farbstoff, der in geringen Mengen in Haarfärbemitteln, Textilien, Kunstoffen u.a. vorkommt, immer wieder allergische Reaktionen auslösen. Wichtig ist es, stets die Warnhinweise auf den Verpackungen zu beachten. So sollte bei Verdacht gegen Haarfärbemitteln und Kosmetika vor Gebrauch ein Allergietest durchgeführt werden.

Was ist bei einer allergischen Reaktion zu tun?

Stellen Sie starke Rötungen und Juckreiz um die Bemalung mit schwarzem Henna fest, sind dies meist schon die ersten Anzeichen einer allergischen Reaktion. Linderung verschafft zunächst ein eingewickeltes Kühlpad, das Sie auf die betroffene Stelle legen. Suchen Sie sofort einen Arzt auf. Im schlimmsten Falle kann es zu einem schweren allergischen Schock kommen.

Schutz vor gefährlichen Henna-Tattoos

Entscheidet man sich dennoch für dieses Urlaubssouvenir, sollte Folgendes beachtet werden: Schwarzes Henna ist niemals natürlich und enthält meist PPD. Gibt der Händler eine kurze Einwirkzeit von zwei Stunden an, suchen Sie einen Tattoo-Künstler auf, der rotbraunes Henna anbietet, das bis zu acht Stunden einwirken muss.

Übrigens sollte auch auf fertige Klebetattoos für Kinder wie auch für Erwachsene verzichtet werden, denn diese beinhalten oft ebenfalls allergieauslösende und krebserregende Schadstoffe.

 

Pressekontakt

Dr. Susanne Woelk, DSH-Geschäftsführerin

Tel.: 040 / 29 81 04 62

Mail: s.woelk@das-sichere-haus.de