Kinder Garten und Freizeit

Frostschutzmittel: für Autos brauchbar, für Menschen giftig

02.01.2019 Die meisten Frostschutzmittel enthalten Ethylenglykol oder Stoffe auf Ethylen-Basis, um zu verhindern, dass die Mittel gefrieren. So weit, so praktisch. Doch der Verzehr von Ethylenglykol und Ethylen ist bereits in geringen Mengen giftig. Besonders für Kinder sind Frostschutzmittel unerreichbar zu lagern.

„Wer mehr als ein Schluck der Frostschutzflüssigkeiten trinkt, riskiert Vergiftungen mit Atmungs- und Nierenfunktionsstörungen“, sagt Dr. Susanne Woelk, Geschäftsführerin der Aktion DAS SICHERE HAUS (DSH). Tückisch ist, dass die Anzeichen für eine Vergiftung wie Übelkeit, Bauchschmerzen oder Erbrechen erst zeitverzögert auftreten. Oft werden diese Symptome im Nachhinein nicht mehr mit Frostschutzmitteln in Verbindung gebracht.

Kinder besonders gefährdet

Gefährdet sind vor allem Kinder, die die bunt gefärbten Mittel mit Limonade verwechseln. Deshalb müssen Frostschutzmittel stets in der Originalverpackung und an einem für Kinder unerreichbaren Ort lagern.

Erste Hilfe bei Vergiftungen mit Frostschutzmitteln

- bei Erbrechen und Atemnot: sofort den Rettungsdienst rufen (unter 112)

- Medizinkohle essen: Kohlekompretten saugen das Gift im Magen auf, das auf natürlichem Wege ausgeschieden wird

- bei Haut- und Augenkontakt: mit Wasser abwachsen oder ausspülen

- Anruf im Giftinformationszentrum: Zur Klärung der Inhaltsstoffe den Frostschutz-Behälter bereit halten

 

Über die DSH

Die Aktion DAS SICHERE HAUS (DSH) informiert über Unfallgefahren in Heim und Freizeit. Mit ihrer Arbeit will die gemeinnützige DSH dazu beitragen, die hohen Unfallzahlen zu senken: Pro Jahr verunglücken in Deutschland rund 7,1 Millionen Menschen in den vermeintlich sicheren eigenen vier Wänden, bei der Gartenarbeit, beim Heimwerken, beim Sport oder bei anderen Freizeitaktivitäten.

Pressekontakt:

Dr. Susanne Woelk, DSH-Geschäftsführerin

Tel.: 040 / 29 81 04 62

Mail: s.woelk@das-sichere-haus.de