Wohnraumanpassung

Die Anforderungen an das eigene Zuhause können sich mit zunehmendem Alter ändern, weil zum Beispiel:

  • die Türen zu eng für den Rollator sind und verbreitert werden müssen
  • das Bücken vor dem Backofen mühsam wird und ein neuer Backofen in Augenhöhe angebracht werden sollte
  • das Ein- und Aussteigen in die und aus der Badewanne riskant so riskant wird, dass eine bo­dengleiche Dusche mit Klappsitz als gute Alternative erscheint.

Die Umsetzung solcher und ähnlicher Überlegungen trägt zu einem risikoär­meren und weniger beschwerlichen Leben bei. Das Anpassen des eigenen Wohnraums an veränderte Lebensver­hältnisse hilft, länger selbststän­dig und unabhängig zu bleiben.

Zuschüsse bei Pflegebedürftigkeit

Die Pflegeversicherung bezuschusst Maßnahmen, die den individuellen Wohn­raum verbessern. Voraussetzung ist, dass dadurch die häusliche Pflege ermög­licht, erheblich erleichtert oder eine selbstständige Lebensführung pflegebedürftiger Personen wiederhergestellt wird. Der Versicherte zahlt einen angemessenen Eigenanteil.

Ob andere Fördermöglichkeiten für Sie in Frage kommen, erfahren Sie zum Beispiel in regionalen Wohnberatungsstellen.

Wichtig ist, dass der Antrag für eine Kostenbeteiligung der Pflegekasse vor dem Umbau gestellt wird.

Holen Sie vor dem geplanten Umbau der Wohnung das Einverständnis des Eigentümers sowie mindestens zwei schriftliche Kostenvoranschläge ein.

Die Frage der Zuschüsse für Umbauten wird in den einzelnen Bundesländern un­terschiedlich gehandhabt und jährlich angepasst. Der erste und sicherste Weg für Informationen ist ein Anruf bei einer Wohnberatungsstelle. Auch Architektenkam­mern informieren über „barrierefreies Bauen und Umbauen“.

Weitere Anlaufstellen sind die Pflegekasse, die Wohnungsbaukreditanstalt (nur Hamburg) oder Seniorenräte. Das Grundsicherungsamt gibt Auskunft bei Finanzierungsfragen. Eine Wohnraumberatung kann auch eine ergothe­rapeutische Praxis nach hausärztlicher Verord­nung durchführen.

Stand der Informationen: Frühjahr 2017

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