Sturz- und Stolperfallen zu Hause

Die überwiegende Zahl von Stürzen ereignet sich am Tag in der Wohnung, im Haus oder im Garten. Dafür gibt es viele Ursachen:

  • Statt einer Leiter steigt man auf den Stuhl oder die Sofalehne, um die Glühbirne auszutauschen.
  • Viele – nicht nur Ältere! – stehen beim Fensterputzen auf Fensterbank oder Fenstersims.
  • Die eigenen Kräfte werden überschätzt, zum Beispiel beim Aufhängen von feuch­ten, schweren Gardinen.

In vielen Fällen kann Nachbarschaftshilfe viel bewir­ken. Zudem bieten verschiedene soziale Dienste Fensterreinigung an.

Die richtigen Schuhe

  • Schuhe sollten einen festen Halt in der Ferse bieten. Auch Hausschuhe sollten zumindest einen Fersenriemen haben.
  • Schuhe mit Klettverschlüssen sind eine gute Alter­native für Schnürsenkel.
  • Im Winter sollten Schuhe für draußen eine rutschhemmende Sohle haben.
  • Bei Schnee und Eis sorgen Schuhspikes, speziell Fersenspikes, für einen sicheren Gang.
  • Lange Schuhlöffel machen das Anziehen von Halbschuhen zum Kinderspiel.

Türschwellen, lose Teppiche und Läufer

  • Vor der Tür: Die Fußmatte der Außentür sollte bodengleich sein, ebenso der Gitterrost, der in ein Betonbett eingelegt werden kann.
  • Türschwellen sollten möglichst entfernt werden oder eine andere Farbe haben als der angrenzende Boden. Rampen oder Schwellenkeile können Schwellen entschärfen. Es gibt viele Model­le; wichtig ist die genaue Anpassung an Schwelle und Boden, damit hier keine neue Stolperfalle entsteht
  • Teppiche: Anti­rutschmatten oder Klebebeläge sorgen dafür, dass Teppiche und Läufer nicht verrutschen. Für jeden Unterbelag gibt es im Fachhandel oder Baumarkt das pas­sende Material.
  • Rund ums Bett: Falten in Bettumrandungen und Vorlegern ebenso wie lose Umrandungen und Läufer, die leicht wegrutschen können, verursachen schwere Stürze!
  • Socken mit einer rutschhemmenden Sohle („ABS-Socken“) können auch im Bett getragen werden. Sie machen den nächtlichen Gang zur Toilette sicherer.

Verlängerungsschnüre und Telefonkabel

  • Verlängerungsschnüre und lange Elektrokabel sollten Sie mit einem breiten Paketklebeband über die ganze Länge fest an den Boden kleben.
  • Verlegen Sie längere Kabel so, dass man nicht über sie stolpert. Zum Beispiel mittels Kabelschellen über dem Türrahmen und an den Fußleisten entlang.
  • Kabelclips mit oder ohne Klebe­band als Halterung bündeln überlange Kabel.
  • Besser als Verlängerungsschnüre ist es, zusätzliche Steckdosen installieren zu lassen.
  • Telefonkabel sollten nicht zu lang sein! Die Anschaffung eines schnurlosen Telefons lohnt sich. Oder eine Funkverbindung: Telefondose und Tele­fon sind kabellos miteinander verbunden.

Stand der Informationen: Frühjahr 2017

Broschüren

Sicher leben auch im Alter. Sturzunfälle sind vermeidbar

Rund 80 Prozent aller Stürze passieren Menschen, die älter sind als 65 Jahre. In dieser Broschüre finden Sie praktische und leicht umzusetzende Präventionstipps.
Broschüre DIN A5, 32 Seiten

Krafttraining für ältere Menschen

Die Broschüre enthält zehn einfache Übungen zur Käftigung der Muskulatur und Verbesserung der Koordination. Durch regelmäßige Bewegung können Sie dem Sturzrisiko entgegenwirken.
Broschüre DIN A5, 16 Seiten

Bin ich sturzgefährdet?

Die Kraft jedes Menschen lässt im Alter deutlich nach. Deshalb ist es immer gut, vorbeugend mit dem Training zu beginnen. Mit diesem einfachen Selbsttest in vier Schritten können Sie herausfinden, wie hoch Ihre persönliche Sturzgefahr ist.
Klappkarte DIN A5, 2 Seiten

Alltägliche Stolperfallen: Treppen, Teppich, Kabel & Co.

Herumliegende Kabel, lose Teppiche, falsche Beleuchtung oder unzureichend gesicherte Treppen – all das sind klassische Stolperfallen. Diese Broschüre gibt praktische Hinweise, um alltäglichen Stolperfallen aus dem Weg zu gehen. Faltblatt DIN lang, 3 Seiten