Piercings und transdermale Implantate – aber nicht beim Sport!

Piercings können schick sein – aber auch gefährlich, zum Beispiel beim Sport. Vor allem bei Sportarten und Spielen mit viel Körperkontakt:

  • Mitspielerinnen und Mitspieler können an ungeschütztem Schmuck hängenbleiben, ihn komplett herausreißen oder sich selbst daran verletzen.
  • Piercings und Ohrringe sind deshalb genauso wie Ringe und Ketten beim Sport und körperbetonten Spiel tabu.
  • Schmuck, der nicht herausgenommen werden kann, sollte mit Pflaster oder Tape abgeklebt werden.

Single-Point-Piercing

Bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen sind transdermale Implantate als Schmuck heutzutage besonders angesagt. Vor allem im Gesicht, im Nacken, auf dem Dekolleté und auf dem Handrücken ist der glitzernde und glänzende Körperschmuck beliebt. Ein Single-Point-Piercing ragt nur an einer Stelle aus der Haut heraus, es gibt keinen Durchstechkanal wie bei einem gewöhnlichen Piercing.

  • Die zumeist englischen Bezeichnungen dafür sind vielfältig: Transdermale Implantate, Dermal-Anker, Dermal Anchor, Microdermal, Skindiver, Skinplate.
  • Die verwendeten Schmucksteine und Metallaufsätze sehen aus, als seien sie einfach auf die Haut geklebt. Tatsächlich aber hält ein unter die Haut gepflanzter Anker den Schmuck.
  • Das Verletzungsrisiko ist mindestens genauso groß wie bei herkömmlichen Piercings und Ohrringen, da der Schmuck nicht vorübergehend entfernt werden kann.
  • Nur durch Abkleben kann das Implantat vorm Hängenbleiben und Rausreißen geschützt werden.
  • An bedeckten Körperstellen können die Implantate an der Kleidung hängen bleiben und dadurch Entzündungen verursachen oder aus der Haut reißen.
  • Das Risiko einer Infektion ist durch die offene Hauttasche sogar größer als bei Piercings.

Stand der Informationen: Sommer 2017

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