Kreissägen

Die Kreissäge, vor allem die weit verbreitete Handkreissäge, gehört zu den riskantesten Maschinen für Heimwerkerarbeiten. Schnittverletzungen an Armen und Händen sind häufige Verletzungen.

Piktogramm "Schutzbrille" von der Aktion DAS SICHERE HAUS e.V. (DSH)
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Piktogramm "Gehörschutz" von der Aktion DAS SICHERE HAUS e.V. (DSH)
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Piktogramm "Atemschutz" von der Aktion DAS SICHERE HAUS e.V. (DSH)
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Allgemeine Sicherheitstipps

  • Augen-, Mund- und Nasen-, Gehör- und Fußschutz sollten getragen werden, aber keine Handschuhe, denn sie – und damit die ganze Hand – können vom Sägeblatt erfasst werden.
  • Tragen Sie eng anliegende Kleidung, die sich nicht in der Maschine verfangen kann.
  • Lassen Sie die Maschine nicht unbeaufsichtigt laufen.
  • Entfernen Sie Späne mit einem Handbesen oder Ähnlichem, nicht mit der Hand oder dem Unterarm.
  • Spaltkeil und Schutzhaube sind wichtige Schutzeinrichtungen an der Maschine. Montieren Sie sie nicht ab und überprüfen Sie regelmäßig ihre Funktionsfähigkeit.
  • Ersetzen Sie rissige oder verformte Sägeblätter umgehend. Eine Klangprobe entlarvt Risse.
  • Achten Sie beim Kauf von Sägeblättern auf vibrations- und geräuscharme Produkte.

Sicher arbeiten mit der Handkreissäge

  • Die Einschaltsperre verhindert versehentliches Einschalten.
  • Maschinen mit einer Motorbremse stoppen das Sägeblatt direkt nach dem Ausschalten.
  • Der starre Spaltkeil hinter dem Sägeblatt ist unverzichtbar: Er verhindert, dass das Sägeblatt vom Holz einklemmt wird. Ohne ihn könnte die Säge aus dem Schnitt herausgestoßen werden.
  • Ist eine Pendelhaube (Schutzhaube) vorhanden, muss sie leicht beweglich sein. Sie verdeckt das Sägeblatt im Leerlauf vollständig und schwenkt zurück, wenn die Maschine Kontakt zum Werkstoff hat. Dann wird nur die Schnittzone freigegeben.
  • Achten Sie darauf, dass die Maschine beim Loslassen des Schalters automatisch stoppt.

Sicher arbeiten an der Tischkreissäge

  • Der Tisch muss fest montiert sein. Höchstens das Sägeblatt mit Motor kann schräg verstellt werden.
  • Nach dem Ausschalten läuft das Sägeblatt maximal zehn Sekunden nach.
  • Der Spaltkeil (nicht dicker als die Schnittfugenbreite und nicht dünner als das Sägeblatt) muss fest sitzen und in Fluchtrichtung des Sägeblattes stehen.
  • Eine Schutzhaube über dem Sägeblatt ist so weit abgesenkt, dass lediglich die erforderliche Höhe für das zu schneidende Werkstück frei bleibt.
  • Ein Absaugadapter zum Anschließen eines Staubsaugers sollte vorhanden sein.
  • Verwenden Sie bei schmalen Werkstücken (kleiner als zwölf Zentimeter) einen Schiebestock.
  • Bei Handvorschub liegt die Hand flach und mit geschlossenen Fingern auf dem zu schneidenden Werkstück.
  • Die Tischdurchtrittsöffnung für das Sägeblatt ist auf beiden Seiten des Sägeblattes auf drei Millimeter begrenzt.
  • Der Sägeblattteil unterhalb des Tisches muss durch eine Abdeckung gegen Berühren gesichert sein.
  • Für das Schneiden von Rundhölzern bedarf es einer besonderen Halte- oder Zuführeinrichtung; Brennholz braucht eine spezielle Zuführeinrichtung.

Stand der Informationen: Frühjahr 2017

Broschüren

Unfallfrei heimwerken

Tipps für Do-it-yourself-Fans: Sicheres Arbeiten mit Werkzeugen und elektrischen Geräten. Gute Planung für entspanntes Werkeln, Einrichtungstipps für die Heimwerkstatt.

Broschüre DIN A5, 32 Seiten