Sichere Geschenke unterm Weihnachtsbaum

Ob Freunde, Eltern, Großeltern, Geschwister oder Kinder – über Geschenke freut sich jeder und vielerorts gehören sie zu Weihnachten dazu.

Wer es sich jedoch vermeintlich einfach machen will und auf Spontankäufe im Internet oder kurz vor den Feiertagen im Laden hofft, kann es sich dadurch schnell doppelt so schwer machen. Neben dem Risiko, dass Dinge geschenkt werden, die niemand braucht oder alle schon haben, können auch gefährliche Produkte unüberlegt im Warenkorb landen.

Kinderspielzeug

CE-Kennzeichnung, Communautée Européenne, Comunidad Europeia, Europäische Gemeinschaft
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Freiwilliges Prüfsiegel für geprüfte Sicherheit von Produkten, führendes Sicherheitszeichen in Europa
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Besonders bei Kinderspielzeug können schnell Fehlentscheidungen getroffen werden. Innerhalb der EU müssen alle Produkte mit einem CE-Zeichen gekennzeichnet sein. Dennoch ist dadurch nicht immer gewährleistet, dass ein Spielzeug frei von schädlichen Stoffen und Gefahren ist. Das zusätzliche GS-Zeichen steht für die geprüfte Sicherheit des Produktes.

  • Magnetspielzeug sollte kleinen Kindern nur mit Bedacht geschenkt werden. Durch ein Verschlucken können schwere Verletzungen im Magen-Darm-Trakt des Kindes entstehen. Ein Warnhinweis auf der Verpackung darf nicht fehlen.
  • Ebenso Spielzeuge, die hohe Lautstärken erreichen, können eine Gefahr darstellen. Schon ab 85 Dezibel kann das Ohr bei dauerhafter Belastung geschädigt werden, ab 120 bis 130 Dezibel kann eine einmalige Lärmeinwirkung bereits ausreichen. Spielzeuge wie Trillerpfeifen, Pistolen oder einige Instrumente liegen mit ihrer Lautstärke bereits im schädigenden Bereich. Zu bedenken ist darüber hinaus, dass nicht nur die Ohren von Kindern Schaden nehmen können, sondern auch die Nerven der Erwachsenen, die sich in der Nähe des Lärms aufhalten.
  • Scharfe Ecken und Kanten sollten sich an keinem Kinderspielzeug befinden.
  • Starker Geruch ist ein Hinweis auf schädliche Inhaltsstoffe und kann von Weichmachern, Farben oder anderen Stoffen, die die Produkteigenschaften verbessern sollen, stammen.
  • Lange Ketten und Schnüre bergen Strangulationsgefahren und sind nichts für kleine Kinder.
  • Malstifte sollten immer unabhängige Produkttests durchlaufen haben. Wachs- und Buntstifte sind häufig weniger bedenklich als Filzstifte, deren flüssige Inhaltsstoffe sich während des Malens in der Raumluft verteilen.

Geschenke für Heimwerker

Gerade bei Werkzeug aus zweiter Hand sollten einige Sicherheitstipps beachtet werden, um Unfallrisiken zu vermindern.

  • Das Zubehör sollte vollständig sein. Vor allem Schutzvorrichtungen und Verkleidungen dürfen am Gerät nicht fehlen.
  • Auch eine Bedienungsanleitung gehört zum Zubehör und sollte dabei sein.
  • Beschädigtes Werkzeug lieber erst gar nicht annehmen.
  • Testen Sie die Funktion des Werkzeugs bereits vorm Kauf und schauen Sie dabei genau auf bestehende Mängel und typische Schwachstellen.
  • Wenn möglich, lassen Sie das Gerät vor dem ersten Gebrauch von einem Experten prüfen.
  • Sicherheits- und Prüfzeichen, zum Beispiel CE- und GS-Zeichen, müssen immer vorhanden sein und gewährleisten die Einhaltung von Sicherheitsstandards.

Stand der Informationen: Sommer 2016

Broschüren

Gefährliche Produkte

Wasserkocher und Toaster, Filzstifte, Laserpointer, Mehrfachsteckdosen und Steckdosenleisten. In Zusammenarbeit mit der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) und dem Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS).

Broschüre Format DIN A5, 40 Seiten