Brandgefahren im Advent

Kerzenlicht und Adventsgestecke geben der Vorweihnachtszeit eine gemütliche Atmosphäre. Doch die Brandgefahr wird dabei oft nicht bedacht. Dekorationen aus Stroh, Papier, Holz oder Tannenzapfen sind schnell entflammbar, wenn sie in der Nähe von offenem Feuer platziert werden.

Neun wichtige Tipps gegen Brände

1. Frische Kränze

Adventskränze sollten aus frischen Tannenzweigen sein und gegebenenfalls während der Adventszeit erneuert werden. Denn trockene Zweige fangen leicht Feuer. Stellen Sie das Gesteck nachts an einen kühlen Ort, zum Beispiel nach draußen.

2. Feuerfeste und stabile Unterlagen

Der Kranz steht am sichersten auf einer Unterlage aus Metall, Glas, Ton, Steingut oder Porzellan. Auch Kerzenhalter sollten aus einem dieser Materialien sein. Sie müssen die Kerze stabil halten. Stehen Kerzen im Fenster, sollten sie genügend Abstand zu allem Brennbaren, wie zum Beispiel Gardinen, haben.

3. Feuerfestes Deko-Material

Strohsterne, Papierservietten, Tannenzapfen, Filzengel, Pappfiguren, Stoff und Transparentpapier gehören bei der weihnachtlichen Dekoration oft dazu. Sie können in Flammennähe jedoch leicht Feuer fangen. In Kerzennähe ist Dekoration aus Metall, Ton, Porzellan oder Glas sicherer und nicht weniger hübsch.

4. Zeitungen und Zeitschriften

Sie sollten nicht in der Nähe brennender Kerzen liegen. Bei Zugluft werden sie leicht in Richtung der Flammen aufgeblättert. Ein sicherer Abstand zum Adventskranz ist deshalb sehr wichtig.

5. Brennende Kerzen im Blick behalten

Lassen Sie offenes Feuer nie unbeaufsichtigt. Vor dem Verlassen des Raumes sollten alle Kerzen ausgepustet sein. Auch, wenn es nur für kurze Zeit ist.

6. Kerzen rechtzeitig wechseln

Bevor sie ganz niedergebrannt sind, sollten Kerzen ausgetauscht werden. Selbstlöschende Stumpenkerzen sind eine sichere Alternative. Sie verlöschen, bevor die Kerze komplett heruntergebrannt ist.

7. Kinder und Feuer

Kinder sollten nur unter Aufsicht eines Erwachsenen in einem Raum mit brennenden Kerzen sein. Feuer ist oft faszinierend für Kinder und lädt zum Spielen und Experimentieren ein. Ihnen sollten die vom Feuer ausgehenden Gefahren erklärt werden. Falls es zu einem Brand kommt, sollen sie sofort Hilfe holen und keine Angst vor Strafen haben.

Mit Kindern ab etwa vier bis fünf Jahren können Eltern anfangen, das Anzünden eines Streichholzes und einer Kerze zu üben. Für Kleinkinder sollten Streichhölzer und Feuerzeuge tabu sein. Eine Anleitung, wie Sie Kindern den Umgang mit Feuer spielerisch beibringen, können Sie in der Broschüre „Faszination Feuer!“ nachlesen.

8. Für den Notfall vorsorgen

Ein Eimer Wasser oder eine Decke, mit denen man im Notfall das Feuer ersticken oder löschen kann, sollten in der Adventszeit nicht fehlen und in der Nähe von Brandquellen platziert werden.

9. Und dann passiert es doch

Wenn es trotz aller Vorsicht in der Wohnung brennt und keine Möglichkeit besteht, den Flammen selbstständig Herr zu werden, sollte das Haus auf schnellstem Wege verlassen und der Notruf gewählt werden. Gefährlich sind nicht nur die Flammen, sondern auch die entstehenden Brandgase.

Wenn einige Sicherheitsvorkehrungen getroffen werden, steht einer gemütlichen Adventszeit nichts mehr im Wege.

Stand der Informationen: Sommer 2016

Infografik "Brandgefahren im Advent" in Zusammenarbeit von GDV und DSH

Weitere Informationen

Unsere Infografik informiert Sie über typische Brandquellen im Advent und gibt Tipps, wie Sie diese vermeiden können.

Hier können Sie die Infografik kostenlos herunterladen.

Broschüren

Faszination Feuer!

Kinder lernen den Umgang mit Feuer - Schritt für Schritt und mit vielen Bildern
Broschüre DIN A4, 52 Seiten

Lichterglanz statt Feuersbrunst

Baumständer, Kerzen, der richtige Platz: Sicherheitstipps rund um den Weihnachtsbaum

Faltblatt DIN lang