Frühjahrsputz

Der Haushalt ist Unfallort Nr. 1. Viele der rund 3,2 Millionen Haushaltsunfälle in Deutschland passieren beim Putzen.

Mit etwas Disziplin und Organisation kommen sie heraus aus der Putzhölle und hinein in den Putzhimmel.

Checkliste: Vorbereitung

  • Erstellen Sie eine Liste von allem, was gemacht werden soll. Was ist wirklich dringend, was kann warten?
  • Dann die Feinplanung: Wie lange dauern die einzelnen Arbeiten, zum Beispiel Fenster putzen oder Küchenschränke auswischen. Meistens länger als man denkt! Deshalb genügend Pausen einplanen.
  • Sind alle Geräte da? Also: Leiter, Trittleiter, Besen, Schrubber, Handfeger und Kehrblech, Staubsauger mit leerem Beutel, Eimer?
  • Und sind auch alle Reinigungsmittel da? Lappen, Bodenwischtücher, Bürste, Staubtuch, Schwamm, Fensterleder, Allzweckreiniger, Scheuermilch, WC-Reiniger?
  • Sind Sie fit? Bei Erkältung, Kopfschmerzen oder anderen Beschwerden ist es oft gesünder, eine Putzaktion zu verschieben.
  • Tragen Sie bequeme, aber nicht zu weite Kleidung, damit Sie nicht an Türgriffen oder Stuhllehnen hängen bleiben. Die Schuhe sollten fest am Fuß sitzen, eine Profilsohle haben, möglichst flach sein oder mit Keilabsatz.
  • Die Gelegenheit ist günstig, alte Zeitschriften, abgetragene Kleidung und Schuhe oder anderes auszusortieren. Auch das braucht erfahrungsgemäß mehr Zeit als geplant.

Und dann geht’s los:

  • Putzen Sie von hinten nach vorne und von oben nach unten. Sonst werden saubere Flächen gleich wieder schmutzig. 
  • Beugen Sie sich auf der Leiter nicht zu weit nach links oder rechts, sondern verrücken Sie sie lieber einmal mehr als zu wenig in Richtung Arbeitsort.
  • Putzen Sie Ihre Fenster nur vom Zimmer, niemals von der Fassadenseite aus. Ein langer Stiel oder ein Spezialgerät sind nützliche Helfer für die Fensteraußenseite. Die Fensterbank ist zum Daraufstellen tabu.
  • Leiter oder Tritt (mit GS-Zeichen!) sind sicherer als Stuhl und Drehhocker.
  • Stellen Sie Pflanzen und Bodenvasen während des Putzens hoch.
  • Benutzen Sie lieber eine Steckdose in der Nähe als ein Verlängerungskabel: Stolpergefahr!
  • Über einen Putzeimer, der an der Wand steht, kann niemand stolpern.

Putzen mit weniger Chemie

  • Gelbe Flecken oder Ränder in Badewanne oder Waschbecken verschwinden, wenn ein Brei aus Essig und Salz aufgetragen wird. Etwas einziehen lassen, nachreiben und abspülen.
  • Zum Reinigen von Acrylwannen eignet sich eine Essig-Wasser-Lösung (1:5) (anschließend mit klarem Wasser abspülen und mit einem weichen Tuch trocken reiben).
  • Staubtücher nehmen mehr auf, wenn sie mit Kernseife ausgewaschen werden.
  • Stockflecken verschwinden von Duschvorhängen, wenn Sie sie mit angefeuchtetem Natronpulver einreiben (30 Minuten einwirken lassen und mit klarem Wasser abspülen).
  • Fliesen glänzen wieder, wenn Sie sie mit einem Wasser-Essigessenz-Gemisch (2:1) oder mit Shampoo statt Allzweckreiniger im Putzwasser abwaschen.

Reinigungsmittel gehören nicht in Kleinkinderhände

  • Bewahren Sie Reinigungs- und Pflegemittel für Kinder unerreichbar und nicht sichtbar auf.
  • Füllen Sie Reinigungs- und Pflegemittel niemals in Saftflaschen oder Marmeladengläser oder andere Behälter. Kinder können sie leicht verwechseln und daraus trinken.

Stand der Informationen: Frühjahr 2017

Broschüren

Zu Hause sicher leben

Pro Jahr passieren in Deutschland rund 3,2 Millionen Unfälle im Haushalt. Diese Broschüre zeigt, wie das Leben zu Hause für alle Generationen sicherer wird.

Broschüre DIN A5, 56 Seiten

Sauber ist sicher besser

Faltblatt DIN lang