Handverletzungen durch Silvesterböller

Von wegen „Prost Neujahr!“ – Viele Menschen starten mit schweren Handverletzungen ins neue Jahr. Meistens sind illegale oder selbst gebastelte Böller die Ursache.

Diese häufig aus Osteuropa stammenden Böller können sich plötzlich durch einen Funken selbst entzünden oder sie gehen los, weil sie sich aneinander oder an Streichhölzern reiben.

Schwerste Verletzungen

In der Hand explodierende Knaller führen zu besonders schlimmen Unfällen. Die Hand kann zerfetzt; Nerven, Gefäße und Knochen können durchtrennt werden.

Eine durch Böllerverletzungen zerfetzte Hand muss in oft mehrstündigen Operationen rekonstruiert werden. Manchmal ist eine Amputation nicht zu vermeiden.

Sicher ist: Nichts wird nach einer schweren Verletzung, wie es mal war. Einschränkungen bleiben bei Gefühl oder Funktion.

Von den Verletzungen betroffen sind vorrangig Männer, aber auch Kinder, die auf der Straße oder auf dem Spielplatz Blindgänger finden und untersuchen.

Tipps

Die Deutsche Gesellschaft für Orthopädie und Unfallchirurgie (DGOU) rät zum sorgsamen Umgang mit Feuerwerkskörpern und gibt folgende Tipps:

  • Feuerwerkskörper nur im Fachhandel kaufen. Gebrauchsanweisung lesen. Auf CE-Zeichen und BAM-Prüfnummer achten.
  • Finger weg von selbst gebastelten oder manipulierten Feuerwerkskörpern! Keiner weiß, wann und wie sie explodieren.
  • Feuerwerkskörper verwenden, die nicht in der Hand gezündet werden müssen.
  • Vorräte nie am Körper tragen, sondern im sicheren Abstand lagern.
  • Blindgänger sofort entsorgen und nicht noch einmal zünden!
  • Knaller und Böller sollen für Kinder und Jugendliche tabu sein. Besonders gefährdet: männliche Jugendliche von 14 bis 18 Jahren.
  • Alkohol enthemmt und macht unvorsichtig. Deshalb nüchtern knallen und einen Sicherheitsabstand einhalten!

Was ist im Notfall zu tun?

  • Alarmieren Sie sofort den Rettungsdienst unter 112.
  • In der Regel blutet die Wunde nicht sehr stark, denn die Gefäße verkleben.
  • Im Falle einer starken Blutung muss die Hand oder der Arm abgebunden werden.
  • Auch wenn es Überwindung kostet: Abgerissene Gliedmaßen wie Finger unbedingt aufsammeln, in ein Tuch (darf unsteril sein) wickeln und ins Krankenhaus mitgeben. Nur so besteht eine Chance, dass die Chirurgen die Hand wiederherstellen können.

Den ausführlichen Artikel können Sie im DSH-Magazin 4/2016 lesen unter:
https://das-sichere-haus.de/dsh-magazin/dsh-magazin-archiv/ausgabe-42016/.

Stand der Informationen: Herbst 2016

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DSH-Magazin Ausgabe 4/2016

Themenauswahl:

  • Kleine Brände sicher löschen
  • Handverletzungen durch Silvesterböller
  • Senioren sicher unterwegs in Bus und Bahn

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