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Zugefrorene oder vereiste Gewässer können tückische Gefahrenquellen sein.

06.11.2008

Das Eis kann brechen, und was tags zuvor noch tragfähig war, wird bei Tauwetter über Nacht zum gefährlichen Untergrund.

Hier einige Tipps für sicheres Wintervergnügen auf Eis:

  • Schlittschuhlaufen und Eisspaziergänge möglichst nur auf freigegebenen und bewachten Eisflächen.
  • Nie alleine auf das Eis gehen.
  • Eisqualität vor dem Betreten prüfen: Hat das Eis Risse oder Sprünge? Dunkle Stellen meiden, weil hier das Eis noch zu dünn ist.
  • Vorsicht bei fließenden Gewässern. Sie haben meist dünnere Eisdecken als stehende.
  • Warnhinweise ernst nehmen! Das gilt besonders bei Bacheinläufen, Kanaleinleitungen und Randzonen.
  • Rückzug ans Ufer, wenn das Eis knistert oder knackt. Dafür langsam flach auf den Bauch legen und langsam zum Ufer zurückrobben. Grundregel hier: Das eigene Körpergewicht auf eine möglichst große Grundfläche verteilen.

Eingebrochen? Selbst retten!

  • Wer in das Eis einbricht, sollte sofort versuchen, mit seitlich ausgestreckten Armen Halt auf der Eisdecke zu finden und sich mit Schwimmbewegungen der Beine aus dem Wasser zu heben oder versuchen, sich in Bauch- oder Rückenlage auf die feste Eisschicht zu schieben. Vorsicht! Das Eis kann weiter brechen. Deshalb die Seite des Eisloches benutzen, die dem Ufer am nächsten liegt, damit Retter sich in Richtung des Verunglückten vorarbeiten können.
  • Sonst möglichst wenig bewegen, um Kraft zu sparen.
  • Rufen Sie laut um Hilfe.
  • Am rettenden Ufer angekommen, möglichst schnell einen warmen Raum aufsuchen, um sich aufzuwärmen und die Kleider zu trocknen.
  • Unbedingt einen Arzt aufsuchen.

Rettung auf Eis

  • Eile ist geboten, denn der Eingebrochene kann schnell unterkühlen und das Bewusstsein verlieren.
  • Bauchlage! Retter sollten sich nur auf dem Bauch liegend der Unglücksstelle nähern. Noch sicherer ist es, sich dabei auf Bohlen, Bretter, Leitern oder auch einen Schlitten (Kufen nach oben) zu legen, damit das eigene Körpergewicht sich auf dem Eis besser verteilt und der Retter selbst nicht so schnell auskühlt. Die Schlittenleine kann als Wurfleine zum Verunglückten benutzt werden.
  • Nie ohne Hilfsmittel an die Unglücksstelle! Ausgezogene Kleidungsstücke, aber auch einfache Hilfsmittel ein Seil, Gürtel, Schal, Ast oder eine lange Hundeleine können den Abstand zwischen dem Retter und Verunglücktem sicher überbrücken.
  • Der Abstand zwischen Retter und Verunglücktem sollte möglichst voll überbrückt werden, um ein weiteres Abbrechen der Randzone weitgehend zu vermeiden.
  • Sind mehrere Helfer zur Stelle, sollten sie den Retter an den Beinen sichern und eine lebende Kette bilden.
  • Nicht tauchen! Nach dem Eingebrochenen zu tauchen, ist nur etwas für ausgebildete und entsprechend ausgerüstete (Rettungs-) Taucher.
  • Den Geretteten umgehend ins Warme bringen und ihm etwas Heißes, Zuckerhaltiges zu trinken geben, zum Beispiel Tee. Keinen Alkohol!
  • Notruf veranlassen, Ruf: 110, auch kostenlos über das Handy!

Für Ihre Fragen zu dieser Presseinformation:

Dr. Susanne Woelk, DSH-Geschäftsführerin
Tel.: 040 / 29 81 04 62, Fax: 040 / 29 81 04 71,
Mail: s.woelk@das-sichere-haus.de