Garten und Freizeit

Sicher unterwegs auf Schnee

06.11.2008

Ob Ski alpin, Snowboarden, Skilanglauf oder Rodeln: Wer im Winterurlaub sportliche Betätigung sucht, sollte fit sein und den Körper mit ein paar Übungen auf den Wintersport einstimmen. Ein Basistipp vorab: Halten Sie ihren Körper und damit Ihr Herz-Kreislaufsystem das ganze Jahr über in Schwung und bleiben Sie in Bewegung.

Leichte Übungen stärken die beim Wintersport besonders beanspruchte Bein- und Rückenmuskulatur und schützen sie vor Verletzungen. Zum Beispiel: mit geschlossenen Augen auf einem Bein balancieren oder mit geschlossenen Beinen hüpfen.

Diese Übungen sind gut mit zwei, drei Ausdauertrainings pro Woche (etwa Radfahren, Schwimmen, Inline-Skaten oder Joggen) zu kombinieren, die zusätzlich die Koordination stärken.

Muskulatur rechtzeitig stärken

Intensives Training in Skigymnastikgruppen bereitet optimal auf baldiges Wintersportvergnügen vor. Sind diese Kurse nicht „gleich um die Ecke”, bieten auch andere Sportgruppen oder Fitness-Studios alles an, was Kondition und Koordination trainiert.

Mit dem intensiven, regelmäßigen Training beginnen Sie am besten etwa sechs Wochen vor dem Urlaub, möglichst täglich zehn Minuten oder zweimal wöchentlich mindestens eine halbe Stunde. Überanstrengen Sie sich nicht! Beim Joggen sollten Sie immer noch in der Lage sein, sich mit Ihrem Laufpartner zu unterhalten. Denken Sie daran, sich vor dem Joggen aufzuwärmen.

Ersten Tag vorsichtig angehen lassen

Am Urlaubsort angekommen und das erste Mal im Schnee, sollten Sie den ersten Tag ruhig vorsichtig angehen lassen. Jetzt gilt es, ein Gefühl für den neuen Untergrund zu bekommen. Fahren Sie deshalb nicht gleich in den Hochgeschwindigkeitsbereich, denn auch Ihr Körper muss sich an die Höhe, an weniger Sauerstoff und andere Druckverhältnisse gewöhnen.

Wiedereinsteiger, die ein bis zwei Jahre pausiert haben, sind mit einem halben Tag in professioneller Obhut durch einen Trainer oder Guide gut beraten, der einen sozusagen wieder „aufs Board stellt”. Anfängern ist ein Skikurs oder ein Snowboardkurs zu empfehlen, um das nötige Gefühl für die Sportgeräte zu bekommen. In vier bis fünf Tage hat man normalerweise die wichtigsten Bewegungen „drauf” und kann die meisten Hanglagen bewältigen. Grundsätzlich sollten nach jeder Liftfahrt die kalten Muskeln und Gelenke durch Übungen aufgewärmt werden.

Rettungsdecke immer dabei

Zu den häufigsten Unfällen auf der Piste gehören Gelenkverletzungen, Brüche und Kopfverletzungen. Wer einen Ski- oder Boardfahrer sieht, der schwer gestürzt ist, sollte ihn bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes mit einer Rettungsdecke (Gold-Silber-Folie, Silberfolie als Kälteschutz nach innen, Goldseite nach außen) zudecken. Diese dünne Folie sollte stets griffbereit mitgeführt werden.

Richtige Kleidung und Ausrüstung

Je stärker der Wind bläst, desto schneller kühlt der Sportler aus. Die richtige Kleidung ist daher ein Muss: Am besten tragen Sie auf der Piste eine winddichte Außenjacke und eine Überhose. Auch Mütze und Handschuhe sollten nicht fehlen.

Wem das Kleingeld für Hightec- Materialien fehlt, kann sich nach dem „Zwiebelprinzip” anziehen: mehreren Kleidungsschichten übereinander, zwischen denen sich die Wärme speichert. Dazu wählen Sie Unterwäsche, die den Schweiss vom Körper ableitet, zum Beispiel ein Synthetik-Baumwoll-Gemisch. Gegen reine Baumwolle spricht, dass sie den Schweiß aufsaugt und man sich schnell verkühlen kann. Direkt auf der Haut muss es warm und trocken sein. Gut geeignet ist spezielle Sport-Unterwäsche aus Funktionsfasern, die die Feuchtigkeit selbst kaum aufsaugt, sondern sie sofort an die Luft ableitet.

Die zweite Kleidungsschicht muss wärmen. Sweatshirts aus Fleecestoff sind dafür ideal. Für die äußere „Zwiebelschicht” ist leichtes wetterfestes Material zu empfehlen, um den Körper vor zu starker Abkühlung zu schützen.

Ski, Bindung und Schuhe müssen auf den Fahrer eingestellt werden

Die Ski-Ausrüstung (Ski, Skibindung und Skischuhe) sollten rechtzeitig in Ordnung gebracht und auf das Körpergewicht und das Können des Fahrers eingestellt werden, diesen Service bieten Sportfachgeschäfte an.

Bandagen mit viscoelastischen Profileinlagen schützen Knie- und Handgelenke. Dadurch wird Zerrungen vorgebeugt, Fehlbelastungen werden vermieden.

Sonne nicht unterschätzen!

Alpine Anfänger unterschätzen oft die Kraft der Sonne. Schneeblindheit oder Sonnenbrand können die Folge sein. Den besten Schutz für die Augen bieten Sonnenbrillen aus hochwertigem Material, die die UV-Strahlen vollständig absorbieren. Geeignet sind auch Brillen mit einem zusätzlichen seitlichen Lichtschutz. Vor Sonnenbrand schützt ein Sunblocker, zumindest aber eine Sonnencreme mit hohem Lichtschutzfaktor.

Verhaltensregeln auf der Piste

  • Nehmen Sie Rücksicht auf andere, besonders auf Anfänger.
  • Passen Sie Ihre Geschwindigkeit und Fahrweise den Gelände- und Witterungsverhältnissen an.
  • Wählen Sie Ihre Fahrspur so, dass die vor Ihnen fahrende Person nicht gefährdet wird.
  • Fahren Sie in eine Abfahrtsstrecke ein, vergewissern Sie sich, ob jemand kommt. 
    Halten Sie nicht direkt auf der Abfahrtsstrecke, sondern am Pistenrand. Machen Sie Pausen nur an übersichtlichen Stellen.
  • Steigen Sie nur am Pistenrand auf oder ab; bei schlechtem Wetter meiden Sie auch diesen Bereich.
  • Beachten Sie Markierungen und Signale auf der Abfahrtsstrecke.
  • Wenn Sie einen Unfall sehen, sind Sie verpflichtet zu helfen oder gegebenenfalls den Rettungsdienst zu alarmieren.
  • Als Unfallbeteiligter oder Zeuge eines Unfalls müssen Sie sich ausweisen können. Also: Ausweis nicht vergessen!

Für Ihre Fragen zu dieser Presseinformation:

Dr. Susanne Woelk, DSH-Geschäftsführerin
Tel.: 040 / 29 81 04 62, Fax: 040 / 29 81 04 71,
Mail: s.woelk@das-sichere-haus.de