Haushalt

Rauchmelder: Krachmacher, die Leben retten

02.04.2009

Pro Jahr sterben rund 430 Menschen durch einen Brand in den eigenen vier Wänden – die meisten von ihnen allerdings nicht durch die Flammen, sondern an einer Rauchgasvergiftung.

Der laute Alarm eines Rauchmelders warnt sicher vor tückischem Brandrauch, der sich lautlos und blitzschnell in der Wohnung ausbreitet. Krach und Lärm des Rauchmelders sind besonders nachts wichtig, denn die meisten Opfer werden im Schlaf von Brand und Rauch überrascht und bemerken oft die Rauchentwicklung viel zu spät oder gar nicht. Die Folge: Sie atmen das hochgiftige Kohlenmonoxid ein, das fast immer im Rauch vorhanden ist. Nur dreimal eingeatmet, kann Kohlenmonoxid bereits zur Bewusstlosigkeit führen, nach etwa zehn Atemzügen ist ein Mensch tot.

Nicht in allen Bundesländern ist der Einbau von Rauchmeldern gesetzlich vorgeschrieben. Die Folge: Nur in wenigen Privathaushalten sind die kleinen, weißen Kästen zu finden. Dabei, so die einhellige Meinung von Experten, könnte durch Rauchmelder die Zahl der Brandtoten pro Jahr um die Hälfte gesenkt werden.

Wie funktionieren Rauchmelder?

Die meisten Melder arbeiten nach einem optischen Prinzip, mit Streulicht. In regelmäßigen Abständen werden in der Messkammer des Rauchmelders Lichtstrahlen ausgesendet. Tritt Rauch in die Messkammer, werden diese Lichtstrahlen abgelenkt und treffen auf eine Fotozelle, die dann sofort den schrillen Alarmton auslöst.

Wie viele Rauchmelder sollten es sein?

Die Zahl der Rauchmelder hängt von der Wohnungsgröße ab. In kleinen Wohnungen sollte mindestens ein Rauchmelder in der Raummitte hängen. Das Minimum für eine Dreizimmerwohnung und für Häuser mit mehreren Etagen ist jeweils ein Gerät im Flur, in jedem Wohn- und in jedem Schlafraum.

Sinnvoll sind Rauchmelder auch auf dem Dachboden, im Keller und in der Heimwerkstatt. In Küche, Bad oder Garage sind herkömmliche Geräte unangebracht, weil die in diesen Räumen erzeugten Dämpfe Fehlalarme auslösen können. Hier sind Rauchmelder sinnvoll, die über eine neue intelligente Sensorik oder einen Stummschalter verfügen.

Übrigens: Rauchmelder sollten immer an der Decke montiert werden.

Qualität kaufen:

Qualitativ hochwertige Rauchmelder (zu erkennen u.a. am Zeichen VdS) gibt es bereits für unter zehn Euro zum Beispiel im Elektrofachhandel, bei Sicherheitsunternehmen und Brandschutzfirmen oder im Baumarkt. Batteriebetriebene Rauchmelder müssen einen Testknopf haben, damit jederzeit überprüft werden kann, ob das Gerät noch funktioniert. Es gibt auch Geräte, die sich nicht schließen lassen, wenn keine Batterie eingelegt ist.

Rauchmelder geben ein akustisches Warnsignal überlängere Zeit ab, wenn die Batterie ausgetauscht werden muss. Die meisten Hersteller bieten heute Rauchmelder mit einer Zehnjahresbatterie.

Rauchmelder für Gehörlose

Schwerhörige Menschen, Menschen mit einem Hochtonverlust (Töne ab einer bestimmten Frequenz sind nicht mehr zu hören) oder allein lebende Personen, die zur Nacht ihr Hörgerät ablegen, können den lauten Alarmton eines Rauchmelders (85 dbA) nicht wahrnehmen.

Für sie gibt es spezielle Rauchmelder. Diese Melder senden im Ernstfall einen hellen, gut wahrnehmbaren Lichtblitz aus. Nachts sorgt eine kleine Scheibe für ruhigen Schlaf, die mit dem Melder verbunden und in das Bettzeug des Schlafenden gelegt wird. Diese Scheibe vibriert im Alarmfall und warnt Hörgeschädigte auch nachts rechtzeitig vor dem tödlichen Brandrauch. 

Weitere Infos: www.rauchmelder-lebensretter.de

Für Ihre Fragen zu dieser Presseinformation:

Dr. Susanne Woelk, DSH-Geschäftsführerin
Tel.: 040 / 29 81 04 62, Fax: 040 / 29 81 04 71,
Mail: s.woelk@das-sichere-haus.de