Haushalt

Feuerlöscher gehören in jeden Haushalt

26.10.2008

Brände im Haushalt können viele Ursachen haben: defekte Elektrogeräte, überhitztes Bratfett oder unbeaufsichtigt brennende Kerzen. Und aus einem kleinen Brand kann schnell Flammeninferno werden. Deshalb, so die Aktion DAS SICHERE HAUS (DSH), Hamburg, sollte ein technisch einwandfreier und sicherheitsüberprüfter Feuerlöscher in keiner Wohnung fehlen. 
„Wichtig ist, dass alle Familienmitglieder, auch die Kinder, schon vor dem Ernstfall wissen, wie sie den Feuerlöscher bedienen müssen. Wer im Brandfall erst einmal die aufgedruckte Gebrauchsanweisung studieren muss, verliert unnötig Zeit“, sagt DSH-Geschäftsführerin Susanne Woelk. Dagegen rettet ein sofortiger Einsatz des Feuerlöschers möglicherweise Leben und verringert Sachschäden.
Für Privathaushalte eignen sich Schaumlöscher gut, weil sie gezielt auf den Brandherd gerichtet werden können. Pulver als Löschmittel kann dagegen die Umgebung stark einstauben.

Regelmäßiges Überprüfen – Sie sind klein, handlich und leicht bedienbar:

Zu kontrollieren ist auch, ob der feuerrote Stahlbehälter sich auch wirklich zum Löschen der in der Umgebung vorhandenen brennbaren Stoffe eignet. Auskunft über die Brandklasse geben die Piktogramme auf dem Gerät.

Grundsätzlich sollte man bei einem Feuer immer Ruhe und Umsicht behalten. Umsicht heißt, dass eine brennende Pfanne etwa sich am leichtesten löschen lässt, wenn die Flamme mit dem Topfdeckel erstickt wird.

Wenn doch der Griff zum Feuerlöscher nötig ist, immer mit dem Wind stoßweise von unten in die Glut und nicht in die Flammen spritzen. Genügend Abstand halten, damit das Löschpulver möglichst den gesamten Brand einhüllt. Flächenbrände von vorne und von unten ablöschen, nicht von hinten oder oben, immer das Brandgut, nicht die Flammen löschen. Bei Tropf- oder Fließbränden, wenn zum Beispiel brennendes Fett oder schmelzende Kunststoffe herunter tropfen, von der Austrittstelle oben nach unten die brennende Lache löschen. Bei größeren Entstehungsbränden mehrere Feuerlöscher gleichzeitig und nicht nacheinander einsetzen. Auf Rückzündung achten, Brandstelle nicht verlassen, sondern beobachten. Nie die gesundheitliche Gefährdung durch Rauch- und Brandgase unterschätzen und immer auf die Eigensicherung achten. Nach der Benutzung den Feuerlöscher auf keinen Fall wieder an seinen Platz bringen, sondern sofort wieder füllen lassen. 

Äußerlich verändern Feuerlöscher sich kaum. Die Wirkung der Lösch- und Treibmittel von Feuerlöschern lässt im Laufe der Zeit aber nach, die Löschmittel verändern ihre Konsistenz. Die regelmäßige sachkundige Prüfung der Geräte ist deswegen unerlässlich. „Um im Ernstfall die volle Funktionstüchtigkeit zu gewährleisten, hat die Prüfung nach höchstens zwei Jahren zu erfolgen“, empfiehlt der Bundesverband der Brandschutz-Fachbetriebe (bvbf) in Kassel. Ein Blick auf die Prüfplakette gibt Auskunft darüber, wann wer die letzte Prüfung durchgeführt hat. Liegt diese länger zurück, muss ein Fachmann das Gerät überprüfen.

Bei der sachkundigen Prüfung durch den Kundendienst eines Brandschutz-Fachbetriebes wird der Feuerlöscher geöffnet, das Löschmittel entnommen und dessen Einsatzfähigkeit kontrolliert. Pulver und Schaum sollten spätestens nach zehn Jahren komplett ausgetauscht werden. Nach dieser Zeit reduzieren sich die Löscheigenschaften. Bei der fachkundigen Prüfung wird außerdem das Treibmittel kontrolliert und der Feuerlöscher auf mögliche Beschädigungen und Materialermüdungen untersucht. Nach der rund 15-minütigen Prüfung, die laut bvbf zwischen 15 und 30 Euro kostet, ist der Feuerlöscher wieder zwei Jahre einsatzbereit. 

Vor unseriösen Geschäftemachern warnt die Feuerwehr. Angebliche Behördenmitarbeiter geben an der Wohnungstür vor, die Feuerlöscher in privaten Haushalten überprüfen zu wollen. In der Regel stellen die vermeintlichen Fachleute dann fest, dass die Feuerlöscher nicht der Norm entsprächen oder abgelaufen seien. Den Hausbewohnern wird empfohlen ein neues Gerät anzuschaffen. Laut Feuerwehr gibt es jedoch keine Behörde, die Feuerlöscher überprüft.

Stephan Weiler ist freier Journalist in Kassel. Für Ihre Fragen zu dieser Presseinformation:

Dr. Susanne Woelk, DSH-Geschäftsführerin
Tel.: 040 / 29 81 04 62, Fax: 040 / 29 81 04 71,
Mail: s.woelk@das-sichere-haus.de