Haushalt

Sicher durch den Frühjahrsputz - Rund 8.300 Tote durch Unfälle im Haushalt pro Jahr

06.04.2016 Berlin und Hamburg, im Februar 2016: Hausarbeit ist lebensgefährlich – diesen Schluss lassen die Zahlen des Statistischen Bundesamtes zu.

Hausarbeit ist lebensgefährlich – diesen Schluss lassen die Zahlen des Statistischen Bundesamtes zu.  Nach dessen Angaben sind in den letzten fünf Jahren in Deutschland durchschnittlich rund 8.300 Menschen nach einem Unfall im Haushalt gestorben. Das ist jeder vierte Unfalltote. Und auch die Tendenz ist erschreckend:  Die Zahl der tödlichen Haushaltsunfälle steigt seit 1998 (damals waren es 5.588) kontinuierlich. Hauptunfallursache sind mit großem Abstand die Stürze.

Beim alljährlichen  Frühjahrsputz kommen einige Unfallrisiken zusammen, warnen der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) und die Aktion DAS SICHERE HAUS (DSH) in einer gemeinsamen Presseerklärung.  Der Fußboden zählt zu den großen Gefahrenquellen; auf der an sich harmlosen ebenen Fläche passieren viele Stürze durch Ausrutschen und Stolpern.  Im Weg stehende Putzeimer zählen hier ebenso zu den Unfall-Ursachen wie Staubsauger- und Verlängerungskabel oder zum Reinigen verschobene Kleinmöbel und Pflanzen.  
Viele Risiken müssen nicht sein.  Pflanzen und Bodenvasen kann man zum Beispiel während des Putzens hochstellen. Eine Steckdose in der Nähe macht meterlange Verlängerungskabel überflüssig. Und über einen Putzeimer, der an der Wand steht, kann niemand stolpern. 

Routine als Risiko
Routine bei der Hausarbeit verleitet überdies dazu, notwendige Sicherheitsaspekte zu ignorieren, getreu dem Motto „Das habe ich schon immer so gemacht und noch nie ist mir dabei etwas passiert“. Beim Reinigen der Oberschränke wird dann nicht die sichere Leiter hinzugeholt, sondern schnell nach Hocker oder Stuhl gegriffen. Mit seiner Gesundheit spielt auch, wer sich auf die Sofalehne stellt, um Gardinen abzunehmen.  „Und wer zum  Fensterputzen in höheren Stockwerken auf die Fensterbank oder auf den Fenstersims steigt, riskiert beim kleinsten Fehler sogar sein Leben“, sagen Stephan Schweda, ein Sprecher des GDV, und Dr. Susanne Woelk, Geschäftsführerin der DSH.

Kostenfreie Broschüre
Weitere Tipps enthält die kostenfreie Broschüre "Zu Hause sicher leben. Gefahren erkennen, Unfälle vermeiden", herausgegeben vom (GDV) und von der DSH. 

Bezugswege:
per Post: DSH, "Haushalt", Holsteinischer Kamp 62, 22081 Hamburg
per Mail: bestellung@das-sichere-haus.de, Stichwort: Haushalt
Internet: www.das-sichere-haus.de/broschueren/haushalt.

Grafik zum Thema
Der GDV und die DSH bieten zu diesem Thema die „Infografik Hausputz“ im druckfähigen Format an. Sie kann heruntergeladen werden unter www.das-sichere-haus.de/presse/grafiken.    

Für Ihre Rückfragen zu dieser Presseinformation:
Stephan Schweda, Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft e. V., Geschäftsbereich Kommunikation

Tel.: 030 / 20 20 59 44, E-Mail: s.schweda@gdv.de

Dr. Susanne Woelk, Aktion DAS SICHERE HAUS (DSH), DSH-Geschäftsführerin

Tel.: 040 / 29 81 04 62, E-Mail: s.woelk@das-sichere-haus.de