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Vorsorgevollmacht, Betreuungsvollmacht und Patientenverfügung haben den Sinn, rechtliche An-

gelegenheiten, die eine Person nicht mehr selbst für sich wahrnehmen kann, vorab in ihrem Sinne

zu regeln. Jeder geschäftsfähige Volljährige kann diese Vollmachten ausstellen – und sollte dies

auch möglichst frühzeitig und nach reiflicher Überlegung tun. Vielleicht liegt die Vollmacht dann

jahrelang im Schrank, im Ernstfall aber kann sofort auf sie zurückgegriffen werden; niemand muss

dann unter Druck schnell etwas entscheiden.

Der Sinn einer

Vorsorgevollmacht

ist, dass eine Person eine andere

bevollmächtigt, Angelegenheiten für

sie zu regeln. Das kann eine gene-

relle Vertretung bei Rechtsgeschäf-

ten („Generalvollmacht“) sein, aber

auch eine Vertretung in persönli-

chen Angelegenheiten, etwa der

Aufenthaltsbestimmung. Die Gene-

ralvollmacht gilt aber nicht für Im-

mobiliengeschäfte, dafür muss eine

notarielle Vollmacht vorliegen.

Eine

Betreuungsverfügung

ist keine

Vollmacht. Der Verfügende legt dar-

in fest, wer für den Fall, dass für ihn

eine Betreuung eingesetzt werden

muss, diese Aufgabe übernehmen

soll. Der genannte Name dient ei-

nem Gericht als Grundlage bei der

Auswahl eines gesetzlichen Vertre-

ters.

Mit einer

Patientenverfügung

kann

bis ins Detail festgelegt werden, was

medizinisch unternommen werden

soll, wenn man selbst unfähig ist,

über anstehende Maßnahmen zu ent-

scheiden. Eine Patientenverfügung,

die nicht mehr gelten soll, sollte ver-

nichtet werden. Klug ist, dann schon

eine neue verfasst zu haben und da-

rin auch darauf hinweisen, dass es

eine alte Version gegeben hat.

Wer eine Vollmacht verfasst, soll dies

im Beisein derjenigen tun, die die

Vollmacht bekommen sollen. Auch

alle Kinder sollten wissen, dass es

diese Vollmachten gibt, damit es

Was ist bei Vorsorgevollmacht, Patienten- und

Betreuungsverfügung zu beachten?

?

Oft gefragt:

Weitere

Informationen

finden Sie auch unter

www.unfallkasse-nrw.de/

pflegende-angehoerige

,

Rubrik: Organisation der

häuslichen Pflege.

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Recht