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Was den Alltag leichter macht – Trinkhilfen

Genügend zu trinken ist in jedem

Alter wichtig– doch älteren oder kör-

perlich und geistig eingeschränkten

Menschen fällt das oft schwer. Sie

haben kein Durstgefühl, vergessen

deshalb zu trinken oder können es

schlicht nicht mehr selbstständig.

Zum Glück gibt es pfiffige Trinkgefä-

ße, die das selbstständige Trinken

bei körperlichen Einschränkungen

erleichtern – jenseits der Schnabel-

tasse.

Auch wenn die Anschaffung eines

dieser Hilfsmittel gut gemeint ist,

kann der zu Pflegende sie als Stör-

faktor auffassen – wenn dafür zum

Beispiel das Kristallglas oder die ge-

liebte Teetasse weichen müssen.

Besprechen Sie deshalb die Notwen-

digkeit eines neuen Trinkgefäßes mit

dem Pflegebedürftigen.

Die Kostenübernahme eines Hilfsmit-

tels muss im Vorhinein bei der Pflege-

kasse beantragt werden. Für ein bera-

tendes Gespräch können Sie sich an

ein Sanitätsfachgeschäft, ambulante

Pflegedienste oder Pflegestützpunkte

wenden.

Zwei

größere Henkel am Becher

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können Wunder bewirken. Es gibt

Henkeltassen und -becher, aber

auch preisgünstige Henkel zum Auf-

stecken, die das Festhalten erleich-

tern.

Eine

Becher-Manschette

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aus Gum-

mi verhindert das Wegrutschen und

ermöglicht das sichere Festhalten

henkelloser Becher.

Trinkhalme mit Halterung

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am Be-

cherrand fördern die selbstständige

Flüssigkeitsaufnahme. Es gibt Model-

le mit Rückfluss-Stopp – einem Ven-

til, das das Zurückfließen der Flüssig-

keit verhindert.

Mit sogenannten

Dysphagie-Tassen

oder Nasen-Bechern

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kann man

auch dann trinken, wenn der Kopf zur

Brust gesenkt ist, zum Beispiel beim

Trinken im Liegen. Die Nase ist durch

eine Aussparung am Becherrand nicht

mehr imWeg.

Bei

Bechern mit konisch geformtem

Innenraum

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ist das Becherinnere so

geformt, dass Flüssigkeit schon bei

leichter Neigung zum Rand fließt. Eine

Erleichterung für Menschen mit einge-

schränkter Beweglichkeit der Halswir-

belsäule oder Personen, die ihren Arm

nur noch wenig bewegen können.

Annemarie Wegener, DSH

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