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Editorial

Liebe Leserin, lieber Leser,

in dieser Ausgabe unseres Magazins

„Zu Hause pflegen – gesund blei-

ben!“ lesen Sie die Geschichte von

Anneke Klopsch. Die 21-jährige Ham-

burgerin ist eine von geschätzt rund

230.000 Kindern, Jugendlichen und

jungen Erwachsenen, die zu Hause

bei der Pflege mithelfen. Diese jun-

gen Pflegenden leisten Besonderes,

kümmern sich um ein Elternteil, um

ein krankes Geschwister, um Opa

oder Oma. Doch wie geht es ihnen

selbst damit? Wie schaffen sie es, so

früh Verantwortung zu übernehmen

und gleichzeitig das eigene Leben auf

die Bahn zu bringen? Lesen Sie dazu

auch die Stimmen von Experten in

diesem Beitrag.

In diesem Heft finden Sie neben prak-

tischen Tipps für die Pflege auch In-

formationen darüber, wie man die

Pflege unter Geschwistern gerecht

aufteilt. Ferner haben wir Evelin Con-

rad besucht. Sie berichtet darüber,

wie sie das Zusammenleben mit ih-

rem Mann gestaltet, der an Alzheimer

erkrankt ist.

Dr. Susanne Woelk

Geschäftsführerin

Aktion DAS SICHERE

HAUS e.V. (DSH)

Fakt

Von Juni bis August 2016 hat

das Netzwerkbüro „Erfolgsfaktor

Familie“ eine „Blitzbefragung“

von 742 Unternehmen durchge-

führt. Die Befragung ergab, dass

rund 85 Prozent der Unterneh-

men den Stellenwert der Ver-

einbarkeit von Pflege und Beruf

in ihrem Unternehmen als sehr

wichtig oder wichtig beurteilen.

Folgende Maßnahmen werden

in den Unternehmen angebo-

ten, um die Vereinbarkeit von

Pflege und Beruf zu erleichtern:

flexible Arbeitszeiten (rund 92

Prozent), Reduzierung der Ar-

beitszeit (rund 86 Prozent),

unbezahlte Freistellung (rund

73 Prozent), Beratung durch

Personalverantwortliche (rund

60 Prozent) und Angebote des

betrieblichen Gesundheitsma-

nagements (rund 59 Prozent).

Rund 16 Prozent der Teilneh-

menden nannten eine bezahlte

Freistellung.

Magazin für pflegende Angehörige