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Lesetipp: Wenn Oma plötzlich anders ist

Am Anfang steht ein Missverständ-

nis: „Oma isst Zement“ hat das kleine

Mädchen verstanden und fragt seine

Eltern verwundert, ob sie davon die

grauen Haare bekommen habe. Nein,

sagt der Vater, die Oma isst nicht

Zement, sie ist dement. Aber wie er-

klärt man Kindern, warum sich Oma

nun manchmal so merkwürdig verhält

oder sich nicht mehr an das Gespräch

von vorhin erinnern kann?

Kinder spüren sehr schnell, wenn

sich etwas ändert. Und wie alle in der

Familie müssen auch sie lernen, da-

mit umzugehen. Dazu kann das Buch

„Oma isst Zement“ beitragen. In kind-

gerechter Sprache und mit liebevol-

lem Blick wird erklärt, was Demenz

bedeutet. Aber vor allem wird deut-

lich: Mit der Oma kann man weiterhin

viel Schönes erleben. Darum schreibt

auch Dr. Jürgen Gohde, Vorsitzender

des Kuratoriums Deutsche Altershil-

fe, im Nachwort: „Die wichtigste Bot-

schaft des Buches lautet: Die Oma

bleibt Oma, ein Mensch mit Gefühlen

und mit dem man Spaß haben kann.“

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Daniel Kratzke, „Oma isst

Zement!“, für Kinder ab 4 Jahren,

arsEdition, 12,95 Euro

Lesetipp: Die innere Stärke entdecken

Manche Menschen machen uns fast

sprachlos. Sie strahlen Zuversicht

und Freude aus, obwohl sie schwere

Schicksalsschläge wegstecken muss-

ten. Wie schaffen sie das?

Dieser Frage geht der australische

Bestseller-Autor Matthew Johnstone

in seinem neuen Buch „Resilienz“

nach. Er beschreibt

und zeichnet in wun-

derbar kluger und hu-

morvoller Weise, wie

wir sie finden, diese

innere Stärke, die uns

trotz widriger Umstän-

de einen optimisti-

schen Blick bewah-

ren lässt. Denn genau

das meint Resilienz:

Hinnehmen, dass wir

meistens nichts än-

dern können an den Verwerfungen

des Lebens. Aber eben auch aner-

kennen, dass wir es in der Hand ha-

ben, wie wir mit Problemen umge-

hen. Das ist entscheidend.

Der Autor, der selbst schon einiges

durchmachen musste, sagt nicht,

dass es einfach ist, das Leben in je-

der Lage ins Positive zu steuern. Er

eröffnet vielmehr den Blick für neue

Möglichkeiten und zeigt, wie wir

uns zum Beispiel durch Selbstmit-

gefühl, aufrichtig geführte Gesprä-

che und eine gute Portion Egoismus

schützen können vor depressiven

Verstimmungen und Ängsten, die

zu Monstern werden. „Das Geheim-

nis“, schreibt Matthew Johnstone,

„besteht darin, das Problem in über-

schaubare Brocken zu zerlegen.“ Er

verspricht: „Bei diesem Vorgang wird

der eine oder andere Edelstein zu

Tage gefördert.“

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Matthew Johnstone:

„Resilienz – Wie man Krisen

übersteht und daran wächst“,

Verlag Antje Kunstmann, 16 Euro

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Magazin für pflegende Angehörige