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Gesetzliche Unfallversicherung

für pflegende Angehörige

Nicht erwerbsmäßig tätige häusliche Pflegepersonen sind bei den gesetzlichen Unfallversicherungsträgern beitrags-

frei versichert, wenn sie einen Pflegebedürftigen (im Sinne des § 14 des SGB XI) pflegen.

Der Versicherungsschutz bezieht sich auf Tätigkeiten der Pflegebereiche Körperpflege, Ernährung, Mobilität sowie

der hauswirtschaftlichen Versorgung, wenn diese überwiegend dem Pflegebedürftigen zugutekommen.

Dafür gelten die folgenden Voraussetzungen:

Die Pflege darf nicht erwerbsmäßig erfolgen

Das ist der Fall, sofern Sie für Ihre Pflegetätigkeit keine

finanzielle Zuwendung erhalten, die das gesetzliche

Pflegegeld übersteigt. Bei nahen Familienangehörigen

wird allgemein angenommen, dass die Pflege nicht

erwerbsmäßig erfolgt.

Die Pflege muss in der häuslichen Umgebung stattfinden

Ihre Pflegetätigkeit muss also entweder in Ihrem Haushalt

oder in der Wohnung des Pflegebedürftigen erfolgen.

Dabei kann es sich auch um ein Senioren- oder Pflege-

heim handeln. Möglich ist auch, dass Sie den Pflegebe-

dürftigen im Haushalt einer dritten Person pflegen. Der

zeitliche Umfang der übernommenen Pflegetätigkeit ist

für den Versicherungsschutz nicht von Bedeutung.