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Gefährliche Produkte finden

Auch wenn vorab gründlich geschnup­

pert, gehorcht, gefühlt und recher-

chiert wurde, offenbaren sich manche

Mängel doch erst beim Spielen. Solche

Produkte sollten beim Händler umge-

tauscht werden.

Hilfreich ist auch hier die BAuA-Datenbank,

wenn ein bestimmtes Produkt in der nä-

heren Auswahl steht und man wissen

möchte, ob daran Mängel bekannt sind.

Das Internet-Portal

www.rueckrufe.de

versammelt neben Hoverboards viele

weitere Produkte, die den Marktüber­

wachungsbehörden schon negativ auf-

gefallen sind oder die vonHerstellern zu-

rückgerufen wurden. Auch die Verbrau-

cherzentralen in Deutschland sowie die

Zeitschriften„Test“ und„Öko-Test“ berich-

ten über einzelne Produkte.

Sind Markenartikel eigentlich wirklich

sicherer als No-Name-Produkte? Eine

Frage, die sich häufig stellt, und die Tobias

Bleyer so beantwortet: „Das kann man

pauschal nicht sagen. Namhafte Unter-

nehmen handeln aber in der Regel sehr

verantwortungsbewusst und reagieren

frühzeitig, wenn Mängel an ihren Pro-

dukten festgestellt werden.“

Geschenke kaufen im Internet

Besinnlichen Feiertagen geht meist eine

hektische Vorweihnachtszeit voraus. Da

erleichtern diverse Bestellplattformen

im Internet den Einkauf enorm. Ein Klick

vom Sofa aus und auf Wunsch werden

Fußball und Puppenhaus fertig verpackt

direkt nach Hause geliefert. Der Nach-

teil: Mängel werden erst nach dem Aus-

packen offensichtlich. Daher sollte beim

Kauf im Internet darauf geachtet wer-

den, dass der Verkäufer aus Deutschland

oder zumindest aus der EU kommt.

Denn sollte es sich wirklich um ein ge-

fährliches Produkt handeln, haben es

die Behörden andernfalls schwerer, ge-

gen einen Verkäufer außerhalb der EU

vorzugehen.

Von Thea Buchholz, Mitarbeiterin der Presse-

stelle der Bundesanstalt für Arbeitsschutz

und Arbeitsmedizin (BAuA), Dortmund.

Hilfreiche Tipps

zum Kauf von

Geschenken im

Internet gibt

die Broschüre

„Unsichere

Produkte im

Onlinehandel.

Informationen,

Tipps und Empfehlungen“

;

Bundesanstalt für Arbeitsschutz

und Arbeitsmedizin; Dortmund 2016,

ISBN 978-3-88261-207-3.

Die Broschüre gibt es im

Internetangebot der BAuA unter

www.baua.de/publikationen.

Der direkte Link lautet:

www.baua.de/dok/7759080

Info

beachten, wie „Nicht für Kinder unter

36 Monaten“ oder „Kleinteile können

verschluckt werden“.

Nützliche Kennzeichnungen

Weiteren Aufschluss über ein Produkt

geben Kennzeichen und Warnhinweise

auf der Verpackung. Doch Vorsicht:

Mit jeder Kennzeichnung sind verschie-

dene Standards verbunden. Käufer soll-

ten sichergehen, dass das Spielzeug zu-

mindest das CE-Zeichen trägt – auch

wenn dies kein Gütesiegel ist. Mit der

CE-Kennzeichnung gibt der Hersteller

lediglich an, dass sein Produkt den euro-

päischen Richtlinien entspricht. Ein CE-

Zeichen mit einer vierstelligen Nummer

zeigt darüber hinaus an, dass eine unab-

hängige Prüfstelle in die Bewertung ein-

bezogen wurde.

Das GS-Zeichen für geprüfte Sicherheit

hat größere Aussagekraft über die Si-

cherheit eines Spielzeugs. Das GS-Zei-

chen ist ein freiwilliges Sicherheits­

zeichen, das von verschiedenen unab­

hängigen Prüfunternehmen vergeben

wird, etwa demTÜV oder der DEKRA. Ge-

prüft wird, ob das Produkt Auswirkungen

auf die Gesundheit und die Sicherheit

des Menschen hat.

Das Prädikat „spiel gut“ untersucht über

die Sicherheit hinaus, ob ein Spielzeug

die kindliche Entwicklung fördern kann

und mit der Umwelt verträglich ist. Aus-

gezeichnet werden Spielzeuge für Kinder

im Alter von 0 bis 14 Jahren.

Prüf- und Sicherheitszeichen

1234

Gütesiegel

„spiel gut“

GS-Zeichen

CE-Zeichen mit

einer vierstelligen

Nummer

CE-Zeichen

13

SI CH E R zu H au s e & un te r we g s

4 /2016

Kinder