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Stoppt das Board bei leeremAkku einmal

in voller Fahrt, bedeutet das für den Fah-

rer oft einen schweren Sturz. Er sollte

sich mit Helm, Knie-, Handgelenk- und

Ellenbogenschützern bewehren und das

Hoverboard auf keinen Fall im öffent­

lichen Straßenverkehr verwenden.

Hinweise auf Produkte, die schon einmal

negativ aufgefallen sind, bietet die Daten­

bank „Gefährliche Produkte in Deutsch­

land“ der BAuA unter

www.rueckrufe.de

.

Fachhandel bevorzugen

Um Gefahren von vornherein auszu­

schließen, gilt: erst ausprobieren, dann

erwerben.„Spielzeug kauft man am bes-

ten im Fachhandel“, empfiehlt BAuA-Pro-

duktsicherheitsexperte Dr. Tobias Bleyer.

Hier hat der Käufer einen konkreten An-

sprechpartner mit leichter nachvollzieh-

baren Vertriebswegen. Im Laden offen-

bart zum Beispiel tönendes Spielzeug so-

fort sein lautes Temperament; und wem

es im Geschäft bereits aus Vorlesebü-

chern oder Spielzeug

handys unange-

nehm entgegenschallt, kann sicher sein,

dass dieses Produkt zu laut für Kinder­

ohren und damit im Laden besser aufge-

hoben ist als zu Hause.

Spielzeuge mit langen Ketten oder

Schnüren sollten ebenfalls weiterhin die

Ladenregale hüten. Besonders kleine Kin-

der können sich darin verheddern und im

schlimmsten Fall selbst strangulieren.

Auch der Geruch eines Spielzeuges kann

etwas über dessen Tauglichkeit aussa-

gen, denn was stark nach „Chemie“

riecht, birgt oft eine hohe Schadstoffbe-

lastung. An spitzen Ecken und scharfen

Kanten wiederum können sich Kinder

beim Spielen verletzen. Daher ist es am

besten, das Spielzeug im Laden selbst in

die Hand zu nehmen und zu prüfen.

Dabei sollte der Käufer angegebene

Altersbeschränkungen und Hinweise

1. Spielzeuge aus weichem Kunststoff

sind oft zu hoch mit Schadstoffen be­

lastet. Die gute alte Quietsche-Ente kann

sich als Gesundheitsrisiko entpuppen,

wennWeichmacher oder Schwermetalle

darin nachgewiesen werden.

2. Gerade für kleine Kinder sind Spiel­

zeuge ungeeignet, von denen sich leicht

Kleinteile lösen können. Es kommt im-

mer wieder vor, dass die kleinen, losen

Bestandteile verschluckt oder eingeat-

met werden. Magnetische Teile können

sich zudem im Körper gegenseitig an-

ziehen und dabei schwere bis tödliche

Verletzungen verursachen.

3. Lärm ist eine weitere ernstzunehmen­

de Gefahrenquelle. Untersuchungen

der BAuA haben gezeigt, dass zumBei-

spiel Kinderhandys oder klingende

Kuscheltiere, die nahe amOhr benutzt

werden, geltende Grenzwerte über-

schreiten. Sie können das empfind-

liche Gehör von Kindern schädigen.

Trendgeschenk Hoverboard

Seit etwa einem Jahr sind Hover­

boards bei größeren Kindern und

auch bei Erwachsenen beliebt. Die

zweirädrigen Rollbretter werden

allein durch Gewichtsverlage­

rung gesteuert und haben keine

Lenkstange. Wer die Technik be-

herrscht, steigt einfach auf und

rollt los – und das mit bis zu­

25 Kilometern pro Stunde. Doch

das beliebte Fortbewegungs­

mittel hat seine Tücken. Die

elektronischen Boards sind

akkubetrieben. Immer wieder

gibt es Produkte auf dem

Markt, deren Hochleistungs­

akkus oder Ladegeräte über­

hitzen und in Brand geraten

können. Auch die Steuerungs­

elektronik birgt Risiken:

Spielzeug mit Schadstoffen

Denn selbst „klassisches“ Spielzeug hat

Mängel. Allein im vergangenen Jahr wur-

den dem europäischen Schnellwarn­

system RAPEX 555 gefährliche Spielzeuge

gemeldet. Drei Gefahrenquellen treten

besonders häufig auf, wie Recherchen

der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und

Arbeitsmedizin (BAuA) ergeben haben:

Schöne Bescherung

Sicheres Spielzeug verschenken

Wenn in den Straßen die erstenWeihnachtssterne leuchten und aus den Schaufenstern pausbäckige

Weihnachtsmänner grüßen, ist auch die Jagdsaison nach passendenWeihnachtsgeschenken eröffnet;

Erwachsene hasten durch Kaufhäuser, der Nachwuchs fiebert der Bescherung entgegen. Spielwarenher-

steller legen sich kräftig ins Zeug, um Kinderaugen zum Strahlen zu bringen. Länger währenden Spaß

kann ein Spielzeug aber nur dann versprechen, wenn es auch sicher ist.Wer ein Spielzeug kauft, sollte

deshalb auf mögliche Gefahrenquellen achten.

Kinder

SI CH E R zu H au s e & un te r we g s

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