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Mit Spaß

auf die Piste

Unfälle beimWintersport sind keine Sel-

tenheit. Über 41.000 Deutsche verletzen

sich pro Jahr alleine beim Skifahren, so

die Auswertungsstelle für Skiunfälle

(ASU). Dass davon auch Profis betroffen

sein können, zeigen prominente Beispie-

le wie das von Michael Schumacher, der

bei einem Skiunfall im Dezember 2013

schwere Kopfverletzungen davongetra-

gen hat. Auch Bundeskanzlerin Angela

Merkel sorgte mit einer vergleichsweise

leichten Verletzung während eines Ski-

langlaufs im Januar 2014 für Aufmerk-

samkeit. Ihr Beispiel zeigt, dass Unfälle

beim Wintersport nicht zwingend mit

hoher Geschwindigkeit einhergehen.

Tourengeher:

Vorsicht vor Kollisionsunfällen

Auf einen „besorgniserregenden“ Trend

hat der Deutsche Skiverband (DSV) zu-

letzt hingewiesen: den seit drei Winter-

sportsaisons ansteigendenTrend der Kol-

lisionsunfälle. Über 18 Prozent aller Ver-

letzungen resultierten in der Saison

2013/2014 aus Kollisionen. Damit sind

Zusammenstößemit Gegenständen und

Personen gemeint, die zu einem statio-

nären Aufenthalt in einemKrankenhaus

geführt haben. Ein Grund für den hohen

Wert könnte die wachsende Zahl alter-

nativerWintersportarten sein, die eben-

falls auf den Skipisten ausgeübt werden.

So nutzen zumBeispiel immer mehr Tou-

rengeher die Pisten imorganisierten Ski-

raum für einen vermeintlich sicheren und

einfacheren Aufstieg. Das schützt sie

zwar vor Gefahren im offenen Gelände,

nicht aber vor Zusammenstößenmit den

anderen Skisportlern. Dennwer auf einer

Piste ins Tal saust, rechnet nicht unbe-

dingt mit Gegenverkehr von unten.

UmUnfällen entgegenzuwirken, hat der

Deutsche Alpenverein (DAV) gemeinsam

mit dem Deutschen Skiverband „DAV-

Regeln für Skitouren auf Pisten“ erstellt.

Sie geben Tourengehern konkrete Hin-

weise, wie sie sich bei Aufstiegen und

Abfahrten auf Skipisten verhalten sollen,

um Unfallrisiken zu mindern. So sollen

sie stets nur am Pistenrand aufsteigen

Jedes Jahr machen rund 14 Millionen Deutsche einenWinterurlaub. Die meisten reisen in die schnee-

bedeckten Berge, zum Ski- oder Langlaufen,Wandern oder Tourengehen. Immer wieder kommt es

dabei zu ernsthaften Verletzungen. Eine gute Vorbereitung und rücksichtsvolles Verhalten auf und

neben der Piste können das Unfallrisiko mindern.

und dabei hintereinander, nicht neben-

einander, gehen.Vor allem Engpassagen

und Kuppen bergen große Risiken. Denn

hier werden die Tourengeher von den

schnelleren Skifahrern oft erst spät ge-

sehen. Deshalb mahnen die Regeln be-

sondere Vorsicht bei Kuppen an, die das

gesamte Sichtfeld des Skifahrers ein-

schränken.Vorsicht ist auch beimQueren

der Pisten geboten. Generell sind Que-

rungen in unübersichtlichen Bereichen

zu vermeiden. Viele Skigebiete haben

mittlerweile schon von sich aus auf die

immer beliebter werdenden Skitouren

reagiert und Aufstiegsspuren für Touren-

geher eingerichtet. Diese Trassen sind in

der Regel beschildert und sollten von

Tourengehern nicht verlassen werden.

Fit in denWinterurlaub starten

Viele Unfälle beimWintersport passieren

auch aufgrund mangelnder Vorberei-

tung.Wer das Risiko für einen Unfall sen-

ken möchte, sollte sich frühzeitig, am

besten das ganze Jahr über, mit Skigym-

nastik fit halten. Vor allem der Rücken

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SI CH E R zuhau s e & un te r we g s

4 /2015

Freizeit