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Für die Sicherheit auf seinem Grundstück ist immer

der Eigentümer zuständig. Er muss dafür Sorge tragen,

dass auch Gäste oder Dienstleister, etwa der Postbote,

sicher von der Gartenpforte zur Haustür gelangen

können.

Die Verkehrssicherungspflicht für kommunale Straßen

und Gehwege obliegt zunächst der Gemeinde. Die

meisten Kommunen haben diese Pflicht jedoch auf die

Straßenanlieger, also die Hauseigentümer, übertragen.

In der jeweiligen kommunalen Satzung sind alle Details

zur Räumpflicht geregelt.

Ein Hauseigentümer, der seine Immobilie nicht selbst

bewohnt, kann seine Verkehrssicherungspflicht auf den

Mieter übertragen, wenn dieser dem zustimmt. Das

sollte imMietvertrag festgehalten sein. Bei Eigentums-

gemeinschaften oder in Mehrfamilienhäusern gibt es

meist einen Verwalter, der auch für denWinterdienst

zuständig ist.

Sowohl Hauseigentümer als auch Mieter können einen

Dienstleister mit dem Schneeräumen beauftragen. Mit

ihmmüssen die Räumpflichten vertraglich exakt gere-

gelt werden. Der Dienstleister sollte eine Betriebshaft-

pflichtversicherung nachweisen.

Falls eine Person auf demWeg vor oder zum Haus zu

Schaden kommt, kann das für den Eigentümer teuer

werden. Für diesen Fall kann er sich durch eine Versi­

cherung schützen. Für Einfamilienhausbesitzer, die ihr

Eigentum selbst nutzen, übernimmt die private Haft-

pflichtversicherung den Schaden. Für Vermieter steht

die Haus- und Grundstücksbesitzerhaftpflichtversiche-

rung ein.

Wer ist fürs Schneeräumen zuständig?

Von Eva Neumann, Journalistin, Berlin.

sperrung warnen und einen Dachdecker oder notfalls die Feu-

erwehr zu Hilfe rufen“, rät AlexanderWiech. Von Flachdächern

auf Garagen oder Carports drohen zwar keine Lawinen, aller-

dings sind sie nicht immer für hohe Lasten ausgelegt. Es macht

also durchaus Sinn, lockeren Schnee von ihnen zu entfernen.

deshalb griffbereit nahe der Haustür. „Die Grundausstattung

zum Schnee- und Eisräumen besteht aus einem stabilen,mög-

lichst leichten Schneeschieber, einemStraßenbesen und einem

Eimer mit Streugut“, zählt Alexander Wiech von der Eigen­

tümergemeinschaft Haus & Grund Deutschland auf. Streu-

und Auftausalz lassen Eis innerhalb kürzester Zeit schmelzen

und machen so die Wege zuverlässig sicher. Salz ist jedoch in

den meisten Kommunen auf privaten Flächen verboten, weil

es der Umwelt schadet. „Sand oder Granulate haben sich be-

währt, umglatte Flächen abzustumpfen und damit die Rutsch-

gefahr zumindern“, sagt AlexanderWiech.„Größeren Eisflächen

kannmanmit einem scharfkantigen Schaber zu Leibe rücken.“

Rückenschonendes Schneeräumen

Frisch gefallene Flocken lassen sich leicht beiseitekehren. Ein-

mal festgetreten, bildet die weiße Pracht jedoch schnell hart-

näckige Placken, und eine Schneeschicht, die im Laufe des Tages

antaut,wird zur schweren, pappigenMasse. Unschön, und spä-

testens jetzt macht das Schneeräumen keinen Spaßmehr, son-

dernwird zu einer erheblichen körperlichen Belastung. Schmerz-

hafte Verspannungen und Muskelkater lassen sich mit einem

Schieber verhindern, dessen langer Stiel ein rückenschonendes

Arbeiten in aufrechter Körperhaltung erlaubt.

Apropos Körperhaltung: Kraftschonend ist es, Schnee einfach

vomWeg zur Seite zu schieben und nicht zu einemHaufen hoch-

zuwuchten.Muss dochmal eine volle Schaufel angehobenwer-

den, dann ambesten in Schrittstellung undmit gerademOber-

körper. Zur Seite abgekippt wird die schwere Ladung mit einer

Drehung des ganzen Körpers, nicht nur des Rumpfes. Außerdem

sollte die Schaufel oder der Besen abwechselndmit dem linken

und rechten Arm geführt werden.

Vorsicht, Dachlawine!

Dass Eis und Schnee nicht nurWege rutschig machen, sondern

auch auf dem Dach zur Gefahr werden können, vergisst man

leicht. In Schneeregionen oder bei steilen Dächern sind Schnee-

fanggitter vorgeschrieben, die Dachlawinen aufhalten. Darüber

hinaus können sie zum Beispiel direkt über dem Eingang sehr

hilfreich sein.

Eiszapfen oder überhängende Schneebretter auf demDach sind

für Bewohner nicht immer erreichbar.„Bei demVersuch, sie zu

entfernen, sollte man sich auf keinen Fall selbst in Gefahr brin-

gen, sondern lieber Passanten mit einem Schild oder einer Ab-

Je nach Schneemenge und

körperlicher Konstitution

bieten sich unterschiedliche

Modelle von Schneeschie-

bern an.

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SI CH E R zuhau s e & un te r we g s

4 /2015

Haushalt