Previous Page  4 / 16 Next Page
Information
Show Menu
Previous Page 4 / 16 Next Page
Page Background

Halloween

mit gruseligen Schadstoffen

Jalousie mit Seilzug – riskant für Kleinkinder.

Riskant sind Seil- und Kettenzüge sowie Schnüre, die frei her-

unterhängen und Schlingen oder Schlaufen bilden. Krabbelnde

oder spielende Kinder können sich darin mit ihrem Kopf ver-

fangen. Kinder reagieren dann schnell panisch und bewegen

sich heftig. Dadurch kann die Strangulation zustande kommen

oder sich verstärken.

Die Kommunale Unfallversicherung Bayern (KUVB) rät zu schnur-

und schlaufenlosen Produkten, die zum Beispiel verspannt oder

Strangulationsgefahr

durch Seilzüge, Zugketten und Fadenvorhänge

An Schnurzügen von Lamellenvorhängen oder anderen innenliegenden Sicht- und Sonnenschutzein­

richtungen können sich Kleinkinder strangulieren. Diese Gefahr ist auf den ersten Blick nicht ersichtlich,

kann sich aber schnell zu einem Drama entwickeln.

motorisiert sind.Sie erfüllen die Anforderungen der europäischen

NormDIN EN 13120 ohne Einschränkungen. Bei Neuanschaffun-

gen sei es ratsam, sich gut zu informieren.

Besondere Vorsicht gilt auch bei Schnur- oder Fadenvorhängen,

die oft als Raumteiler verwendet werden.Diese können sich leicht

verknoten und zur Falle für krabbelnde Kinder werden.Sie sollten

daher grundsätzlich nicht in Bereichen angebracht werden, in

denen sich Kleinkinder aufhalten.

Zu lange Kordeln kürzen

Diemeisten Sonnen- und Sichtschutzprodukte werden abWerk

mit lang herunterhängenden Bedienschnüren oder -ketten an-

geboten, um die Aufhängemöglichkeiten variieren zu können.

Diese Kettenmüssen umgehend auf eine Höhe vonmindestens

1,50 Meter ab Standfläche gekürzt werden. Sie dürfen auf kei-

nen Fall direkt über dem Fußboden enden. Mit der Höhe von

1,50 Metern ab Standfläche ist sichergestellt, dass Kleinkinder

die Schnüre nicht erreichen können; Strangulationsrisiken sind

dann nahezu ausgeschlossen.

In der oben genannten europäischen Norm DIN EN 13120 sind

diese undweitere Sicherheitshinweise aufgeführt. Die Angaben

in der Montageanleitung der jeweiligen Produktemüssen zwin-

gend beachtet werden.

Zu berücksichtigen ist noch, dass mögliche Aufstiegs- und

Kletterelemente wie Möbel, Betten oder Spielgeräte nicht im

Umfeld der Jalousie stehen sollten.

Von Holger Baumann, Aufsichtsperson im Geschäftsbereich Prävention

der Kommunalen Unfallversicherung Bayern, München.

In den Geschäften haben die Kostümabteilungen längst auf-

gerüstet – Ende Oktober ist Halloween. Doch kannmandie jun-

gen Monster, Vampire und Hexen eigentlich mit gutem

Gewissen und neuen Kostümen losschicken?

Nur bedingt, folgt man zum Beispiel der Zeit-

schrift Ökotest. Sie rät etwa von Karnevalsmas-

ken aus Latex oder Kunstgummi ab, die oft mit

einer ganzen Reihe von Schadstoffen belastet

seien.Tabu sein sollten auch gruselige Gebisse

aus flexiblem Kunststoff, da sie gesundheits-

schädlicheWeichmacher enthalten können.

Um der Gesundheit willen kann es sich auch lohnen, Schrank

oder Dachboden nach alten Klamotten für eine Verkleidung

abzusuchen. Vielleicht findet sich ja bei geschickter Zusam-

menstellungMaterial für einenVampirumhang oder ein

Hexenkostüm. Bei neu gekauften Kostümen ist oft Vor-

sicht angebracht. Das europäische Schnellwarnsystem

RAPEX listet billig gemachte Kostüme und Masken

mit Sicherheitsmängeln auf. Von ihnen gehen Stran-

gulations-, Verbrennungs- und Erstickungsgefahren

aus. So oder so sollten neue Kostüme vor demTragen

zumindest gewaschen werden.

Ökotest/DSH

SI CH E R zu H au s e & un te r we g s

3/2016

4

Kinder