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Verkehrserziehung leicht gemacht –

Praktische Übungen

„Drohnende“

Gefahr

Drohnen werden als Spielzeug bei großen und kleinen Jungs

immer beliebter; auch 2016 werden diese Flugobjekte unter

manchemWeihnachtsbaum liegen. Jeder kann damit ohne

Probleme zum Hobbypiloten werden, denn zum einen sind

die schlichtesten Modelle schon für unter 50 Euro zu haben,

zum anderen gibt es keinen Pilotenschein oder etwas in der

Art, das nachweist, dass man mit dem Gerät tatsächlich um-

gehen kann. Zudem sind die einfachsten Modelle kinder-

leicht zu handhaben. Eine Altersbegrenzung für Drohnen-

piloten gibt es nicht.

Das verwundert, denn Unfälle mit Drohnen können ziemlich

teuer werden. Darum sollte man einiges wissen, bevor man die

eigene Drohne zum ersten Mal in den Himmel steigen lässt.

Flugstunden beimModellfliegerverband

Drohnen können abstürzen oder Kollisionen herbeiführen.

Wenn diese Flugobjekte aus Versehen auf einem Auto landen,

bleibt es beimSachschaden. Schlimmeres kann passieren,wenn

bei ZusammenstößenMenschen zu Schaden kommen.„Unfäl-

lemit privat genutzten Drohnen kommen aber selten vor“, sagt

Dr. Volker Eckert. Er ist imDeutschen Modellfliegerverband zu-

ständig für die Schadensbearbeitung. Der Verband hat mehr

als 85.000 Mitglieder. Maximal alle zwei Wochen lande eine

Schadensmeldung auf seinemTisch, in den allermeisten Fällen

gehe es um Lackkratzer oder andere kleine Malheurs. Eckert

empfiehlt: „Wer seine Drohne zum ersten Mal fliegen lassen

will oder sich insgesamt noch unsicher fühlt, kann sich bei

einemunserer 1.350Modellflugvereinemelden. Dort kannman

sich den Umgangmit der Drohne zeigen lassen, auch als Gast.“

Die Vereine seien bundesweit aktiv und über das Internet

schnell zu finden.

Haftpflichtversicherung ist Pflicht

Was viele nicht wissen: Seit 2005 dürfen Drohnen nicht ohne

eine Haftpflichtversicherung betrieben werden. Dies gilt auch,

wenn die Drohne nur für private Zwecke und zumSpaß benutzt

wird. In älteren Policen können solche Fluggeräte bis zu einem

bestimmten Gewicht mitversichert sein. Ob dies der Fall ist,

sollte am besten schriftlich geklärt werden. Ansonsten muss

eine zusätzliche Versicherung abgeschlossen werden.

Grundsätzlich ist vorgeschrieben, dass eine privat genutzte

Drohne nicht mehr als fünf Kilo wiegen darf. Außerdemmuss

der Pilot seine Drohne „auf Sicht“ fliegen, sie also immer im

Blick haben. In vielen Bundesländern ist zudem die Flughöhe

auf 30 bis 100 Meter begrenzt. Falls Flugzeuge, Hubschrauber

oder andere bemannte Luftfahrzeuge auftauchen, muss ihnen

unverzüglich ausgewichen werden.

Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt will das Gesetz

für den Umgang mit Drohnen verschärfen. Seine neue Verord-

nung sieht zum Beispiel vor, dass grundsätzlich alle Drohnen

schon ab einemGewicht von 500 Gramm gekennzeichnet wer-

den müssen. Auf dieseWeise können die Verursacher bei Un-

fällen sofort identifiziert werden. Dies war bisher oft nicht

möglich.

Von Elisabeth Hübner, Journalistin, Hamburg.

Fliegende Drohne, die vornehmlich für den Privatbereich genutzt wird

Eine frühzeitige und kontinuierliche Verkehrserziehung soll

zu einem sicheren Verhalten der Kinder im Straßenverkehr

beitragen. Dazumüssen Hören, Sehen,Motorik und Reaktion

ebenso geschärft werdenwie ein generelles Körperbewusst-

sein. Kinder müssen die unterschiedlichen Verkehrsmittel

und deren Benutzung kennenlernen.Wie das geht, steht in

der 60 Seiten starken DIN-A5-Broschüre der Unfallforschung

der Versicherer (UDV) für Pädagogen und Eltern.

Zu finden ist die Broschüre auf der

Homepage der UDV unter:

www.udv.de ,

Rubrik „Publikationen“,

Suchwort:„Verkehrserziehung leicht

gemacht“.

PM/DSH

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SI CH E R zu H au s e & un te r we g s

3/2016

Freizeit