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Der Herbst ist eine gute Zeit, um neue Stauden ins Beet zu

setzen oder eine Hecke zu pflanzen. Giftiges sollte allerdings

nicht dabei sein, gleichwohl viele Pflanzen giftige Bestand-

teile enthalten. Meist führen sie nur zu leichten Vergiftun-

gen mit Symptomen wie Benommenheit, Erbrechen oder

Schwindel. Doch auch davor sollte man sich schützen. Kinder

reagieren zudem oft empfindlicher auf giftige Stoffe als

Erwachsene. Drei besonders verbreitete Pflanzen und ihre

ungiftigen Alternativen stellen wir im Folgenden vor.

Gefährlich: Thuja, Kirschlorbeer, Goldregen

Die Thuja ist eine beliebte und oft verwendete Heckenpflanze.

Doch Vorsicht ist geboten, denn alle Pflanzenteile sind giftig,

vor allem die Zweigspitzen und die Zapfen, die ätherisches Öl

enthalten. Die Zweige reizen die Haut. Wer Pflanzenbestand-

teile verzehrt,muss mit Übelkeit, Durchfall und Leibschmerzen

rechnen.

Ein Stammgast in Hecke und Beet ist auch der Kirschlorbeer.

Hier sind vor allem die Blätter und Samen giftig. Der Goldre-

gen zählt zu den stärker giftigen Gehölzen. Riskant sind alle

Pflanzenteile, die höchste Konzentration der Giftstoffe steckt

in den reifen Samen; 15-20 von ihnen gelten als tödliche Dosis

für Kinder.

Die Alternativen: Feldahorn, Schlehe, Hainbuche

Robuste Alternativen zu giftiger Flora gibt es zuhauf. Dazu

zählen Feldahorn und Hainbuche als wuchsfreudige Hecken-

pflanzen, die Schlehe, deren nektarreiche Blüten schon imMärz

und April eine wertvolle Nahrungsquelle für Insekten sind, und

die verlässlich blühendeWeigelie.

Broschüre

Weitere Informationen zu giftigen

Pflanzen und Vergiftungen bei Kindern

allgemein bietet die in Einzelexempla-

ren kostenfreie Broschüre „

Achtung!

Giftig! Vergiftungsunfälle bei Kindern

“.

Herausgeber sind der Gesamtverband

der Deutschen Versicherungswirtschaft

und die Aktion DAS SICHERE HAUS.

Bestellwege:

Post:

DSH, Stichwort „Gift“,

Holsteinischer Kamp 62, 22081 Hamburg

Mail:

bestellung@das-sichere-haus.de,

Stichwort „Giftbroschüre“

Internet:

www.das-sichere-haus.de/broschueren/kinder

Weitere Infos

Das Bundesinstitut für Risikoforschung hat die App

„Vergiftungsunfälle bei Kindern“

entwickelt. Sie

enthält Hinweise zu Inhaltsstoffen von chemi-

schen Produkten, Medikamenten, Pflanzen und

Pilzen, dem Vergiftungsbild und den Maßnahmen

zur Ersten Hilfe. Durch die Möglichkeit, mit Hilfe

der App jederzeit direkt den nächstgelegenen

Giftnotruf anzuwählen, kann im Vergiftungsfall

umgehend ärztlicher Rat eingeholt werden.

Die App gibt es für Smartphones mit den Betriebs-

systemen Android und iOS. In den jeweiligen App-

Stores kann sie kostenfrei heruntergeladen werden.

woe

App „Vergiftungsunfälle bei Kindern“

giftig: Thuja

giftig: Goldregen

giftig: Kirschlorbeer

ungiftig:Weigelie

woe

Herbstzeit

ist Pflanzzeit

Giftiges gehört nicht in Hecke oder Staudenbeet

ungiftig: Schlehe

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SI CH E R zuhau s e & un te r we g s

3/2015

Freizeit