Previous Page  11 / 16 Next Page
Information
Show Menu
Previous Page 11 / 16 Next Page
Page Background

Vor dem Kauf sollte man das Gerät ausprobieren oder zumin-

dest anhand einer„Trockenübung“ prüfen, ob es gut in der Hand

liegt und stabil ist.

Auf leise Geräte weist der Blaue Engel als EG-

Umweltzeichen hin. Außerdem sind Herstel-

ler dazu verpflichtet, den Schallleistungspegel

(LWA) anzugeben. So kann die Geräuschent-

wicklung von Maschinen gleicher Art leicht

verglichen werden.

Billig kauft doppelt und damit teuer

Grundsätzlich gilt bei jedemKauf: Hände weg von„Billigware“.

Deren Risiken zeigt das Produktsicherheitsportal der Bundes-

anstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) auf. Zur

Orientierung in Sachen Qualität gibt es verschiedene Kenn-

zeichen auf den Produkten. Mit dem CE-Zeichen sichert der

Hersteller zumindest zu, dass das Produkt den Mindestan-

forderungen des Produktsicherheitsgesetzes entspricht. Da-

rüber hinausgehend weist das GS-Zeichen darauf hin, dass ein

unabhängiges Institut das Produkt geprüft hat.

Haben die Geräte

ihren letzten Ein-

satz des Jahres

vollbracht, müs-

sen sie gesäubert

und ebenso tro-

cken wie sicher

gelagert werden.

Schneideblätter

von Garten- und

Astscheren etwa,

die schmutzig überwintern, sind im nächsten Frühling stumpf.

Pflanzenschutzmittel und Biozide sollten an einem frostfreien

Ort überwintern, da Frost ihreWirksamkeit mindern kann.

Überwinterung

Kübelpflanzen wie Oleander, die den Winter im Freien nicht

überstehen, können an einemkühlen, hellen Ort auf den nächs-

ten Frühling warten.Meistens sind die Kübel und Blumentöpfe

schon so schwer, dass man gar nicht erst versuchen sollte, sie

alleine zu heben. Aber auch bei Teamwork gilt: Immer aus den

Knien heben, denn wer die Last aus dem Rücken hebt, schadet

seinen Bandscheiben – selbst dann, wenn der Kübel auf einen

praktischen rollenden Untersatz gestellt wird.

Bei Arbeiten an Pflanzen, die im Beet bleiben, sollte man sich

das Knien auf demBodenwenigstens mit einemPolster erleich-

tern oder gleich eine Gartenhose mit Kniepolstern tragen.

Grundsätzlich sollten bei der Gartenarbeit einseitige Belastun-

gen vermieden werden. Das gelingt, indem öfters die Körper-

haltung oder die Tätigkeit gewechselt wird. Es schadet ja nicht,

wenn der Kirschbaum seine Verjüngungskur an zwei aufeinan-

derfolgenden Tagen erhält und zwischenzeitlich Blumenzwie-

beln eingegraben werden.

Außerdem sollte man sich nie zu viel zumuten. Viele Unfälle

geschehen aus Überlastung und durch übertriebenen Ehrgeiz.

Dann doch lieber mal eine Pause einlegen und zufrieden das

Geschaffte betrachten.

Von Dr. Nora Manzke, ehemalige Volontärin in der Pressestelle der

Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA), Dortmund.

Ergonomische Gartenarbeit

Bei der Anschaffung auf Ergonomie der Geräte achten.

- Liegen die Geräte gut in der Hand?

- Verfügen die Geräte über mehrere Griffe?

- Kann ich den Rasenmäher auf meine Körpergröße

einstellen?

- Geräte vor dem Kauf zumindest mit „Trockenübung“

testen.

- Hände weg von „Billigware“!

Auf Sicherheitskennzeichen achten.

Beim Laubblasen immer einen angemessenen

Gehörschutz tragen.

Nie zu lange einer Tätigkeit nachgehen.

Belastungen wechseln.

Bücken vermeiden, lieber mit Polster hinknien.

Immer aus den Knien, niemals aus dem Rücken heben.

Gärtnern ist keinWettkampf. Pausen einlegen.

ZumWeiterlesen

Weitere Informationen zum sicheren

Gärtnern und allgemein zur Sicherheit im

Alltag finden Sie in den beiden Broschü-

ren „

Mit Sicherheit den Alltag meistern

“,

herausgegeben von der BAuA und der

Aktion DAS SICHERE HAUS (DSH) sowie

in der Broschüre „

Den Garten genießen.

Sicher gärtnern

“ (Herausgeber: Gesamt-

verband der Deutschen Versicherungs-

wirtschaft und DSH).

Die Broschüren sind in Einzelexemplaren

kostenlos und zu beziehen unter

www.das-sichere-haus.de/broschueren,

oder bei der DSH, Holsteinischer Kamp 62,

22081 Hamburg

Das Produktsicherheitsportal der Bun-

desanstalt für Arbeitsschutz und

Arbeitsmedizin informiert regelmäßig

über unsichere und gefährliche Produk-

te und stellt wichtige Informationen zur Kaufent-

scheidung bereit. Das Angebot ist verfügbar unter:

www.produktsicherheitsportal.de

Das Umweltbundesamt stellt auf seiner Internetseite

den Ratgeber „

Gestörte Idylle

“ bereit, der über die

Kennzeichnung lärmarmer Gartengeräte und Taktiken

zur Lärmvermeidung informiert. Der Ratgeber kann als

PDF heruntergeladen werden unter:

www.umweltbundesamt.de

Infobox

11

SI CH E R zuhau s e & un te r we g s

3/2015

Freizeit