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Angaben zum UV-Schutz stehen

oft auf der Innenseite des Brillenbügels.

senkrechter die UV-Strahlen auf den Kör-

per treffen, desto stärker wirken sie auf

die Haut ein und umso schneller kommt

es zum Sonnenbrand. Einige Körper-

partien neigen daher besonders schnell

zum Verbrennen; zu diesen typischen

„Sonnenterrassen“ zählen Schulterpar-

tie, Kopfhaut, Ohren und Nasenrücken.

Auf Hut oder Mütze sollte daher nicht

verzichtet werden und, klar: Wer sich

in Badehose, im Bikini oder nackt am

Strand rekelt, bietet der Sonne mehr

Angriffsfläche.

Um die Sonne abzuhalten, sollte das

Gewebe möglichst dicht sein. Dabei ist

in unseren Breiten spezielle UV-Schutz-

kleidung nicht unbedingt nötig. Unter-

suchungen der BAuA zeigen, dass han-

delsübliche Oberbekleidung vollkommen

ausreicht. Die UV-Belastung nimmt je-

doch zumÄquator hin zu.Wer also einen

Urlaub in den Tropen plant, sollte auf je-

den Fall ausgewiesene Schutzkleidung

einpacken. Die Schutzwirkung von Klei-

dung wird durch den UV-Schutzfaktor

(Ultraviolet Protection Factor: UPF) ange-

geben. Der Faktor gibt darüber Auskunft,

um wie viel sich die Dauer der eigenen

Schutzfunktion der Haut verlängert.Wer

Urlaub in äquatornahen Regionenmacht,

sollte Kleidung mit einem UPF von min-

destens 40 tragen.

Gut eincremen!

Neben Kleidung gehört Sonnencreme zu

den wichtigsten Schutzmaßnahmen,

denn sie verfügt über Lichtschutzfak-

toren (LSF), die den Eigenschutz der

Haut verlängern. Sie reichen von 6 bis

50+. Der erforderliche Lichtschutzfaktor

hängt sowohl vom eigenen Hauttyp als

auch von der Sonnen-Intensität ab. Es

werden sechs Hauttypen unterschieden.

Sie reichen von heller und empfindlicher

Haut, die schnell verbrennt, bis hin zu

eher dunkler Haut, die erst nach länge-

rer Zeit zu Sonnenbrand neigt. Grund-

sätzlich gilt: Je heller die Haut und je

intensiver die Sonneneinstrahlung, desto

höher sollte der Lichtschutzfaktor sein.

Welche Sonnencreme die richtige ist,

zeigt die auf der Verpackung angegebe-

ne Schutzleistung. Sonnencreme sollte

über einen ausgewiesenen UVA-Schutz

verfügen, da die UVA-Strahlen beson-

ders tief in das Gewebe eindringen und

langfristig zu vorzeitiger Hautalterung

oder sogar zu Hautkrebs führen können.

Sonnencreme kann aber nur dann wirk-

lich schützen, wenn sie richtig angewen-

det wird.Wer die Creme zu sparsam auf-

trägt, erreicht oft nur 25 bis 30 Prozent

des eigentlichen Lichtschutzfaktors.

Für Kinderhaut einen hohen

Lichtschutzfaktor

Gerade empfindliche Kinderhaut sollte

besonders gut vor der Sonne geschützt

werden. Lichtschutzfaktor 30 ist das Mi-

nimum für die Kleinen, 50+ ist noch bes-

ser. Erwachsene sollten mindestens ei-

nen Lichtschutzfaktor von 20 wählen,

empfiehlt das Bundesamt für Strahlen-

schutz. DochVorsicht: In größeren Höhen

oder amWasser,wo die Sonne reflektiert

wird, muss der Lichtschutzfaktor unbe-

dingt höher sein. „Ab einem UV-Index

von sechs sollte dieMittagssonne grund-

sätzlich gemieden werden“, so Günter

Ott von der BAuA. Denn gerade in der Zeit

von 11 Uhr bis 15 Uhr werden etwa 50 Pro-

zent der täglichenMenge von UV-Strah-

lung abgegeben. Die Belastung ist dann

besonders hoch.

Die richtige Sonnenbrille

Nicht nur die Haut, auch die Augen kön-

nen durch die UV-Strahlung geschädigt

werden. Die richtige Sonnenbrille verhin-

dert chronische Langzeitschäden wie

Grauem Star oder Erkrankungen der

Netzhaut. Die BAuA rät, beim Kauf einer

Brille auf die Kennzeichnung zu achten.

Weiterführende Informationen

Die kostenlose BAuA-Broschüre „Licht und Schatten – Schutz vor Sonnen­

strahlung für Beschäftigte im Freien“ informiert über dieWirkung von

und den Schutz vor UV-Strahlung. Es gibt sie zum Herunterladen unter

www.baua.de/publikationen

.

Web-Adressen zum Strahlenschutz:

www.bfs.de

Die Seite des Bundesamtes für Strahlenschutz bietet von Oktober bis März

Monatsprognosen und veröffentlicht dieWerte vom Vortag. Von April bis

September wird mit einer Drei-Tagesprognose informiert.

www.dwd.de

Einen UV-Gefahrenindex gibt es auf der Seite des DeutschenWetterdienstes

in der Rubrik „Leistungen“.

www.uv-check.de

Diese vom Berufsverband der Deutschen Dermatologen betriebene Seite

bietet unter „Der UV-Service“ Online-Informationen zur Intensität der

UV-Strahlung am Aufenthaltsort (europaweit) – auch als App. Eine Anmel-

dung ist erforderlich.

Von Thea Buchholz, Mitarbeiterin der Pressestelle der Bundesanstalt für Arbeitsschutz

und Arbeitsmedizin (BAuA), Dortmund.

Zudem sollte die Sonnenbrille Informa-

tionen über die Tönungsstufe aufweisen.

In Mitteleuropa gut verwendbar sind

Brillen der Tönungsstufe zwei, denn sie

lassen noch zwischen 18 bis 43 Prozent

des Lichts durch und behindern nicht die

Sicht. Damit die Brille gut sitzt, sollten

Fassung sowie Form zur Kopfgröße und

-form passen und das Auge vollständig

bedecken. Braune und graue Gläser ge-

ben die Farben der Umgebung amnatur-

getreuesten wieder und können so auch

gut imStraßenverkehr getragenwerden.

Blaue und grüne Gläser hingegen verfäl-

schen die Farben sehr stark und sind des-

halb für den Straßenverkehr ungeeignet.

Rote, orange und gelbe Gläser verstärken

Kontraste und eignen sich bei schlechten

Sichtverhältnissen zum Beispiel gut für

Skifahrer.

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SI CH E R zu H au s e & un te r we g s

2/2016

Freizeit