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Wer die Umwelt besonders schonen möchte, orientiert sich am besten an

Umweltsiegeln, die Umweltverträglichkeit und Nachhaltigkeit von Produkten

bestätigen.

Der Blaue Engel

EU-Ecolabel/Euroblume

weise auf der Verpackung, desto verträg-

licher ist ein Reiniger.

Stoffe wie Phosphate enthärten das

Wasser und verbessern die Reinigungs-

wirkung. Der Nachteil: Sie belasten die

Umwelt, erhöhen zum Beispiel das Al-

genwachstum in Gewässern, was wie-

derum zu Sauerstoffmangel führt und

zur Zerstörung des Lebensraums vieler

Organismen.

Duftstoffe und Biozide können

Allergien hervorrufen

Sauberkeit und ein guter Duft gehören

zusammen; mit Duftrichtungen wie Zi­

trone, Lavendel oder Meeresbrise kann

nahezu jedes Geruchserlebnis herbei-

geputzt werden. Duftstoffe können

aber, ebenso wie Farb- und Konservie-

rungsstoffe, Allergien auslösen. Daher

sollte auf diese Stoffe beim Kauf von

Reinigungsmitteln möglichst verzichtet

werden.

Schimmel- oder Desinfektionsreiniger

werben oft mit der Aufschrift „Beseitigt

99,99% der Bakterien“. Es handelt sich

in der Regel um Produkte, die Biozide

enthalten, um Krankheitserreger oder

Schimmelpilze abzutöten – allerdings

ohne zwischen schädlichen Erregern und

nützlichen Mikroorganismen zu unter-

scheiden – beide werden getötet. „Im

schlimmsten Fall können Biozide Resis-

tenzen auslösen und zum Beispiel die

Wirksamkeit von Antibiotika einschrän-

ken“, sagt Dr. Carsten Bloch von der Bun-

desanstalt für Arbeitsschutz und Arbeits-

medizin (BAuA). „Zudem können Biozid-

Produkte Allergien hervorrufen sowie

Haut und Schleimhäute reizen“, so Bloch.

Die BAuA rät daher vom Einsatz biozid-

haltiger Produkte im Haushalt ab, es sei

denn, es gibt dafür gute Gründe wie den,

dass ein Familienmitglied an einer hefti-

gen Infektion erkrankt ist. Studien haben

gezeigt, dass Hygienereiniger bei her-

kömmlichen Verschmutzungen nicht

gründlicher säubern als traditionelle All-

zweckreiniger.

Strahlend sauber mit nur vier

Produkten

Also dem Schmutz wieder wie zu Groß-

mutters Zeitenmit Kernseife und Scheu-

erpulver auf den Leib rücken? Tatsächlich

werden für einen sauberen Haushalt nur

vier Produkte benötigt, weiß das Um-

weltbundesamt. „Mit einem Allzweck-

reiniger, einem Handspülmittel, einer

Scheuermilch und einem sauren Reiniger

auf Basis von Zitronensäure lässt sich der

gesamte Haushalt reinigen.“ Das schont

die Gesundheit und obendrein den Geld-

beutel, denn statt 50 Euro kommt man

mit diesen vier Posten auf lediglich rund

fünf Euro.

Für wischbeständige, kratzanfällige

Oberflächen eignet sich ein Allzweckrei-

niger. Mit Scheuermittel und ein wenig

Muskelkraft kommt man kratzfesten

Oberflächen bei, zumBeispiel demBack-

ofen oder der Arbeitsplatte. Zitronensäu-

re wirkt zuverlässig gegen Kalk und taugt

außerdem zum leichten Desinfizieren

vonWasserkocher oder Kühlschrank.

Von Thea Buchholz, Mitarbeiterin der Pressestelle der Bundesanstalt für Arbeitsschutz

und Arbeitsmedizin (BAuA), Dortmund.

Regelmäßig putzen mit

sparsamer Dosierung

Grundsätzlich gilt:Wer regelmäßig putzt,

hat keine Probleme mit hartnäckigen

Verschmutzungen. Für die Dosierung gilt,

dass viele Reiniger ergiebige Konzen-

trate sind, die sparsam verwendet wer-

den können. Um hygienisch zu reinigen,

sollten für Küche, Bad und deren unter-

schiedliche Bereiche wie Spülbecken

und Toilette jeweils eigene Putzutensili-

en verwendet werden; wer nasse Tücher

und Schwämme sofort zum Trocknen

aufhängt, entzieht Keimen und Bakterien

die Lebensgrundlage. Spül- und Trocken-

tücher sollten zudem regelmäßig ge-

wechselt und bei 60 Grad Celsius gewa-

schen werden.

Dies zusammengenommen, wird der

Frühjahrsputz eine saubere, sichere und

sehr preiswerte Sache.

Umweltsiegel

Gefahrstoffkennzeichen

Spülmittel

Bei Reinigern wie diesem, der die Augen reizen kann, sollten die Sicherheitshinweise

berücksichtigt werden.

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SI CH E R zuhau s e & un te r we g s

1/2016

Haushalt